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TATTOO

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Inhalt:
Der heruntergekommene Kommissar Minks holt sich einen jungen Partner an seine Seite: Marc Schrader, der gerade seinen Abschluss auf der Polizeischule gemacht hat und im Grunde eine ruhige Kugel schieben will, höchstens unterbrochen von seinen Rave- und Drogen-Exzessen.
Der erste Fall bringt den beiden eine tote, verkohlte Frau, aus deren Körper Hautstücke herausgeschnitten wurden. Als schon bald weitere Leichen auftauchen wird klar, dass es jemand auf deren Tätowierungen abgesehen hat.

Kritik:
Ein deutscher Thriller, da geht man automatisch erst mal in Fluchtstellung. Eigentlich ungerechtfertigt, denn in den letzten Jahren ist da durchaus gutes im Kino gelandet. TATTOO entstand im Jahr 2001, und wer bei dem Story-Plot an “Sieben” oder “Schweigen der Lämmer” denkt, liegt vollkommen richtig: David Fincher ist designiertes Vorbild des Regisseurs und Autors Robert Schwendtke.

Zu Beginn überrascht der Film mit gar nicht deutschen Bildern, eingetaucht in blasses, steriles grün, sorgfältig mit der Kamera aufgenommen. Die Charaktere werden stark gebrochen gezeichnet und von den Schauspielern wirklich überdurchschnittlich gut gespielt, das Filmdesign imitiert nicht den amerikanischen Film, gibt sich in der ersten halben Stunde aber auch nicht dem deutschen TATORT-Pathos hin.
Leider ändert sich das zur Mitte des Films hin. Aber da ist man noch von der Story gepackt, die wirklich faszinieren kann. Wenn man nun auch noch gegen Ende die Längen aus dem Film genommen und ein starkes Ende gefunden hätte, beziehungsweise das vorhandene Ende stark geschnitten hätte, könnte man als Zuschauer glücklich sein.
So aber findet man sich nach über 90 Minuten plötzlich in der Langatmigkeit wieder, wird gequält von zwar unerwarteten aber auch völlig sinnfreien Handlungs-Wendungen und kriegt schlussendlich ein ach-so-überraschendes offenes Ende mit dem Holzhammer um die Ohren gehauen, mit dem man den Film dann auch gleich vergessen darf. So sehr das Ende auf eine Fortsetzung setzt, so wenig wird diese realisiert werden.
Sound und Musik in dem Film sind genial: ein treibender Soundtrack und knackige, aber nicht übertriebene Soundeffekte sind auf einer Surround-Anlage eine wahre Freude.
Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die teils derben Special-Effects, wenn es um die Wunden bei den herausgeschnittenen Hautstücken oder die Darstellung der Leichen in der Pathologie geht. Da haben sogar hartgesottene Splatter-Fans sicher ihre Freude daran. Der Film wurde nicht umsonst in China als Bootleg veröffentlicht. ;-)

Fazit:
Man wird größtenteils gut unterhalten, die schauspielerische Leistung in dem Film ist gemessen an heutigen Produktionen überdurchschnittlich gut. Gegen Ende zieht sich der Film, die Story-Auflösung enttäuscht leider, was aber niemanden abhalten sollte, sich den Film bei Gelegenheit mal anzusehen.
Momentan gibt es TATTOO als Beilage in der TVMovie 4/06, mit anamorphen Bild und knackigem Sound.

6 von 10 Punkten.



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