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DIE SPIELERIN

Die Spielerin. Erotischer Roman.
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Fernsehfilm nach Motiven des Romans «Der Spieler» von Fjodor Dostojewski (1821-1881).

Die wohlhabende Polina (Hannelore Elstner) trifft in einem Nobelhotel auf den sich offensichtlich in finanziellen Schwierigkeiten befindlichen Anwalt Friedrich Mühlbichler (Erwin Steinhauer). Dieser verführt Polina das erste Mal zum Roulette-Spiel, was für Polina einen Wendepunkt in ihrem Leben darstellt. Denn als Friedrich verhaftet wird, will sie, sie ist ja ein Glückskind, die Kaution für ihn erspielen. Während Friedrich an seiner Verteidigung arbeitet, rutscht Polina in den Strudel eines Spielsüchtigen und verzockt ihr gesamtes Vermögen, vom Bargeld über das Haus bis hin zu ihren Aktien.
Als Friedrich, im eigenen Gerichtsverfahren nicht unglücklich, Polinas Spielsucht herausfindet, ist es schon zu spät, Polina wird nie aufhören, solange zu spielen, bis sie nichts mehr hat, weil sie ihrem verlorenem Geld hinterher läuft.

Der 90-minütige Fernsehfilm, der unter der Regie von Erhard Riedlsperger entstanden ist, zeigt ein nicht gut recherchiertes Psychogramm einer Spielerin und der Umgebung. Positiv hervorzuheben sind die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller, die bis in die kleinste Rolle gute Besetzung, und die interessante und phantasievolle Kameraführung. Überhaupt nicht gelungen ist das drum herum: kein Besucher einer Spielbank sagt häufiger als einmal zu der Zero „Null“ – und diese Null zieht sich durch den ganzen Film. Ebenso wie andere Ungereimtheiten, die denjenigen, die häufiger Spielbanken besuchen, spanisch vorkommen dürften. Viel Geld wurde auch nicht für Komparsen ausgegeben, so findet man in diesem Film eine Idealform von Spielbanken vor, an denen man jederzeit einen Platz am Roulettetisch bekommt ohne in Atemnot zu geraten, ganz zu schweigen von den gut gekleideten Menschen drum herum: alles Dinge, die heutzutage einfach nicht mehr stimmen.
Die Darstellung der spielsüchtigen Frau hingegen gerät Hannelore Elsner ausgesprochen gut. Wie ein Junkie sitzt sie vor den Spielautomaten und hämmert auf die Tasten ein, geradezu nach ein bisschen Glück bettelnd. Schade, dass diese Szene durch ihr Ende vom Drehbuchautor versaut wird: natürlich wird angesagt, wie viele Spiele man auch am Automaten noch machen darf („Die letzten drei Spiele bitte.“), aber niemals, wirklich NIEMALS, wird, solange sich noch ein Spieler im Gebäude befindet, einfach der Strom ausgemacht. Noch vorhandenes Geld darf niemals einfach so verloren gehen, gerade bei dieser Szene dürften einige Spielbankenchefs erbost aufgeschrieen haben.

Insgesamt dank der Schauspieler und der Kamera ein trotzdem noch sehenswerter Film, auch wenn die Recherche um das Spielbankgeschehen und auch die Entwicklung eines süchtigen Spielers einfach zu kurz gekommen sind. Viel Richtiges lernt man in diesem Film nicht, visuell und schauspielerisch wird man jedoch verwöhnt.

Schauspielerische Leistung: 8 von 10 Punkten
Bildgestaltung: 8 von 10 Punkten
Buch / Regie: 4 von 10 Punkten

Gesamtbewertung: 5 von 10 Punkten



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