Archiv für März, 2006

HALLOWEEN 6

Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers
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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1995) Sechs Jahre ist es her, dass Michael von der geheimnisvollen, schwarz gekleideten Person aus dem Gefängnis befreit wurde. Jamie wurde zwischenzeitlich verschleppt und und wurde schwanger – allem Anschein nach von Michael.
Jamie flieht mit ihrem Baby und hat nun wieder Michael im Rücken, der natürlich das Kind zurück haben will, mit dem eine Sekte wohl noch was vor hat.
In Haddonfield, bewohnt mittlerweile die Familie Strode das Myers-Haus bewohnt. Dessen Sohn Danny wird schon vom „Boogey-Man“, dem schwarzen Mann, bedrängt, als auch Michael wieder zuschlägt. Dr. Loomis und Tommy Doyle, eines der überlebenden Kinder aus Teil 1, warten aber auch schon in Haddonfield, um dem Schrecken mit dem Namen Michael Myers endlich ein Ende zu setzen.

Kritik:
Dieser Film hätte tatsächlich ein würdiges Ende sein können. Wären die letzten Szenen nicht ein wenig zu sehr gehetzt. Größtenteils glaubwürdig wird in diesem Teil soviel über Michaels Geschichte verraten, wie in keinem Teil zuvor. Dass Dr. Loomis (Donald Pleasence in seiner vorletzten Rolle, in den End-Credits wird „Halloween 6“ schon seinem Andenken gewidmet) nach 6 Jahren keinerlei Verbrennungswunden mehr vorweist ist ein Fehler, den man aber gerne vergisst. Vom schauspielerischen leben alle wieder durch seine Anwesenheit auf. Actionreich und blutig wie nie ist der sechste Teil, und nachdem man ja weiß, dass es noch zwei weitere Teile gibt, kann man sich auch diesmal kaum zurück halten, nicht gleich den nächsten Teil nachzuschieben.
Dennoch glaube ich, dass dieser Teil tatsächlich als letzter Teil geplant gewesen ist, trotz des etwas unklaren Ende.

9 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 5

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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1989) Ein Jahr ist vergangen, dass Michael Myers anscheinend endgültig getötet wurde. Dass dies nicht so ist und man den Dreh finden konnte, dass Michael doch noch lebt, verdankt man dem Ende des letzten Films, in dem man die Leiche von Michael nicht sah, Dr. Loomis, sonst so penetrant, es einfach festgestellt hat, dass Michael tot sei. Warum er dies, ohne die Leiche zu sehen, tat, wird in Halloween 5 auch gezeigt – die große Explosion wurde im letzten Film noch unterschlagen.
Michaels Nichte Jamie hält sich seit ihrem Messerangriff auf ihre Stiefmutter in einer Kinderpsychiatrie auf, hat seitdem kein Wort mehr gesprochen. Michael, der von einem Einsiedler ein ganzes Jahr lang gepflegt wurde (schade, das ist nun doch ein wenig unrealistisch) erwacht just an Halloween wieder und hat immer noch vor, Jamie, die zu ihm eine telepathische Verbindung hat, zu ermorden. Michael ist jedoch nicht mehr allein, eine geheimnisvolle Person unterstützt ihn…

Kritik:
Der Endplot aus dem letzten Film wird hervorragend weiter gesponnen, auch wenn man auf die falsche Fährte geführt wurde. Geplant war dies natürlich sicher nicht so, aber es wurde gut gelöst. Die Tötungsarten von Michael werden in diesem Film schon einfallsreicher und blutiger, was sich aber im sechsten Teil noch anständig steigern wird. Spannung pur, viele Wendungen, eine tolle Kinder-Schauspielerin und eine gute Regie machen auch diesen Teil wieder zu einem Fest.
Der große Vorteil von Halloween im Vergleich zu „Nightmare on Elm Street“ zeigt sich spätestens hier: es gibt keinen wirklich schwachen Teil, wenn man mal vom dritten teil absieht, der aber eigentlich gar nicht zur Halloween-Reihe gerechnet werden sollte.
Die Geschichte um Michael, woher seine übermenschlichen Kräfte kommen, deutet sich hier schon leise an. Diese Spannung gerade um dieses Geheimnis wird hervorragend in der Schwebe gehalten. Und wieder ist es ein starkes Ende, das den Zuschauer auf den nächsten Teil fiebern lässt, denn dass es zu Ende sein könnte, wird ausgeschlossen.

8 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 4

Halloween 4 - The Return of Michael Myers
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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1988) Michael Myers soll 10 Jahre nach den Vorkommnissen im zweiten Teil in eine andere psychiatrische Anstalt überführt werden. Hierbei findet sich für ihn die Gelegenheit, zu entkommen, und sich auf den Weg zu machen, seine Nichte Jamie, von der er gerade erfahren hat, umzubringen. Die siebenjährige Jamie ist die Tochter von Laurie (dargestellt von Jamie Lee Curtis in den ersten beiden Halloween-Teilen) und mittlerweile Vollwaise, da ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Dr. Loomis ist Michael zwar schon auf den Fersen, aber die Blutspur, die Michael hinter sich her zieht, kann auch er nicht verhindern.

Kritik:
Ein großes Problem, vermutlich vom deutschen Synchron, ist wieder mal die Chronologie, die schon in den ersten beiden teilen durcheinander gekommen ist. Damals konnte Michael rein rechnerisch nur 21 Jahre alt sein, wurde mitten im Film dann aber mit 31 Jahren beziffert.
Diesmal gibt es wieder so etwas ähnliches: zu Beginn des Filmes redet man von einem Jahr, das die letzten Ereignisse her seien, im Laufe des Films hört man dann mehrfach, fast aufdringlich, es seien 10 Jahre, was auch viel logischer ist. Die Tochter von Laurie Jamie zu nennen ist eine nette Idee und fällt nicht negativ auf, diese eher aus Komödien bekannte Vorgehensweise hilft allerdings, zu verstehen, dass Jamie die Tochter von Laurie ist.
Abgesehen von den kleinen Unstimmigkeiten ist der Film eine wahre Augenweide. Michael wird immer stärker als übernatürliche Person gezeichnet, und die Figur der Jamie fügt sich wunderbar in das Ganze ein. Donald Pleasence spielt gewohnt souverän, und die Spannung in diesem Film ist wieder mal bis zum reißen gespannt. Das besonders starke Ende (sicherlich das stärkste Ende überhaupt in der Halloween-Reihe) macht Lust darauf, sofort den nächsten Film in den DVD-Player zu schieben. Die Halloween-Reihe mausert sich mit dem vierten Teil zu einer Vorzeige-Kino-Serie, anhand der man sehen kann, dass Sequels durchaus spannend und gut inszeniert sein können. Und das, obwohl die Charakterisierung von Michael keineswegs so schnell voran schreitet, wie im direkten Vergleich diejenige von Freddie Krüger, wenn man die beiden Kino-Serien miteinander vergleicht.

8 von 10 Punkten.

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BRUCE ALLMÄCHTIG

Bruce Allmächtig
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Inhalt:
Bruce Nolan (Jim Carrey) ist TV-Reporter. Er kann zwar die Menschen in seinen Reportagen mitreißen und auch zum Lachen bringen, ein berufliches Vorankommen ist ihm aber verwehrt, er hat anscheinend nicht die nötigen Ellbogen. Bruce schiebt sein Versagen immer mehr auf Gott, macht ihm Vorwürfe. Gott (Morgan Freeman) will deshalb Bruce eine kleine Lektion erteilen, zeigt sich im in menschlicher Gestalt. Er stattet Bruce mit der Allmächtigkeit aus, damit Bruce zeigen kann, was er denn anders machen würde.
Bruce beginnt seine Umwelt nach seinen Bedürfnissen hin umzugestalten, von Naturkatastrophen in seinen Beiträgen bis hin zur Körbchengröße seiner Freundin… an die Pflichten, die mit seiner Allmacht einher gehen, muss ihn Gott erst noch mal erinnern…

Kritik:
Jim Carrey gilt nicht umsonst als der legitime Nachfolger von Jerry Lewis. Was Eddie Murphy nur mithilfe von Maske und Computertricks hinkriegt, das schafft Jim Carrey allein durch Mimik und Körpereinsatz.
In „Bruce Allmächtig“ spart Jim Carrey jedoch ein wenig an diesen Zutaten seiner ganz speziellen Komik. Ist auch gar nicht nötig, die Idee an sich ist komisch genug, und Carrey kann auch mal zeigen, dass er mehr als nur der Typ ist, der seinen Körper verrenken und Grimassen schneiden kann. Deutlich ernstere Töne, als als Tierdetektiv oder die „Maske“, schlägt er hier an und zeigt eine Geschichte, wie sie wohl fast jedem so passieren würde, würde sich ihm Gott in einer solchen Form offenbaren. Dass Gott mit dem Schwarzen Morgan Freeman besetzt wurde, ist eigentlich mutig, aber irgendwie wundert man sich bei diesem Film über gar nichts – im Gegenteil, es unterstreicht die ganze Aussage nur: wer Hilfe braucht, wird sie kriegen, am besten hilft man sich selbst, denn Gott hat wirklich genug um die Ohren.
Ein kurzweiliger Spaß, den man auch mehr als einmal ansehen kann.

7 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 3

Halloween 3 - Die Nacht der Entscheidung
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Inhalt:
(1983) Ein Arzt kommt hinter das Komplott einer Großindustriellen-Firma, die Halloween-Masken an Kinder verkauft, in die ein Chip und ein Stück magischer Stein aus Stonehedge eingebaut sind. Diese Masken befehlen den Kindern mit Hilfe von Werbespots, Morde zu begehen. Der Arzt will dies natürlich verhindern.

Kritik:
Dieser Film hat im Grunde nichts mit der Halloween-Reihe zu tun und fällt auch aus dem Halloween-Universum heraus. Auf den Original-Film wird referiert, mehr ist da an Zusammenhang auch schon nicht zu entdecken. Insgesamt ein sterbenslangweiliger Thriller, den auch die gute deutsche Stimme von Tommi Piper nicht retten konnte. Ich kann mir nur vorstellen, dass dieser Film ein Flop gewesen ist. Zum Glück hatten die Produzenten danach den Mut, nach ein paar Jahren Pause wieder in das alte Schema einzutauchen.

2 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 2

Halloween 2 - Das Grauen kehrt zurück
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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1982) Halloween 2 setzt da an, wo Halloween 1 aufgehört hat: Michael Myers wurde von Dr. Loomis angeschossen, ist aus dem Fenster gefallen. Dennoch hat er überlebt, und die Jagd auf ihn geht weiter. Doch Michael sieht nicht ungehindert zu, er macht die Jäger zu gejagten.

Kritik:
Der Film steht dem ersten Teil in nichts nach, setzt aber auch nicht wirklich einen drauf. Es ist einfach eine gute Fortsetzung für Fans, etwas Neues in der Geschichte über Michael liefert er leider nicht. Der Spannung tut dies keinen Abbruch, was mich selbst verwundert hat. Na ja, Halloween ist eben nicht mit der „Freitag, der 13.“-Reihe zu vergleichen, Carpenter schafft es, die Motivation Michael anzudeuten und in der Schwebe zu halten, vermutlich, weil Carpenter schon damals wusste, wohin die ganze Geschichte führen soll.

6 von 10 Punkten.

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