Archiv für die 'Comic Verfilmungen' Kategorie

HELLBOY

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Inhalt:
Dass die Nazis mit schwarzer Magie und Okkultismus versuchten, den zweiten Weltkrieg zu gewinnen, wissen wir ja spätestens seit Indiana Jones (dass da auch ein Funken Wahrheit dahinter steckt, seit Discovery Channel).
Dass ihnen dabei der legendäre Rasputin geholfen hat, ist allerdings neu. Bei einem dieser Experimente werden die bösen Nazis von den guten Amis gestört und es geht was schief. Aus dem gerade zur Hölle geöffneten Tor konnte etwas durchschlüpfen, bevor es wieder geschlossen wurde: HELLBOY. Glücklicherweise wird dieser von einer amerikanischen Geheimorganisation aufgezogen, und Professor „Broom“ Bruttenholm (John Hurt) achtet darauf, dass Hellboy zu den Guten gehört und gegen das Böse kämpft.
Aber der widerauferstandene Rasputin schickt sich an, Hellboy seiner wahren Bestimmung zuzuführen…

Kritik:
Kacke, das ist ja wohl der coolste Superheld, den ich je erlebt habe! ;-)
Ich kenne Hellboy nicht aus den Comics, dementsprechend kann ich nicht beurteilen, ob die Umsetzung gut geraten ist. Aber ich kann sagen, ob mir der Film gefallen hat. Und das hat er wahrlich. Selten kamen einem Comic-Actionhelden die lockeren Sprüche so leicht über die Lippen, da hat auch das deutsche Synchron verdammt gute Arbeit geleistet. Diesen roten Riesen schließt man schnell in sein Herz, gerade auch wegen seiner unerfüllten Liebe und seinem Umgang mit Kindern.
Der Film ist nicht blutig, dabei hätte er es durchaus sein können, aber die Klientel, die der Film anspricht, ist nun mal eindeutig unter 18, und wirklich fehlen tut es nicht.
Amüsantes Popcorn-Kino in seiner reinsten Form, mit hervorragenden Effekten und einem guten Synchron. Da wünscht man sich glatt einen zweiten Teil von.

Bewertung:
9 von 10 Punkten, ich wüsste einfach nicht, wieso ich weniger geben sollte.

Kommentare (1)

CATWOMAN

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Ich hab ja mal geschworen, für die CATWOMAN-Verfilmung nie auch nur einen Cent auszugeben. Ich fand es unmöglich, dass Catwoman nicht wieder von Michelle Pfeiffer gespielt wurde und stattdessen Halle “Heulsuse” Berry genommen wurde, die, seit sie die erste schwarze Oskarpreisträgerin geworden ist, seltsame Allüren an den Tag legt.

Naja, ich bin mit einer sehr geringen Erwartungshaltung an den Film gegangen. Ich sehe Halle Berry mit langen gelockten Haaren, den hellen Teint vom Regisseur noch mehr überstrahlt; dass eine Schwarze Catwoman spielt, fällt zu Beginn nicht auf, und später interessiert es nicht mehr.
Der Plot wird stringent und sehr pointiert erzählt (fast ein wenig zu schnell zu Beginn), das Filmdesign ist hervorragend, die Effekte sind richtig gut. Das negativste ist die CGI-Katze, die die Katze Midnight in der Wiedererweckungsszene von Catwoman “doubelt”. Anders kann man es nicht ausdrücken. Eine reale Katze für eine Szene mit einer CGI-Katze zu ersetzen ist einfach zu auffällig.

Aber das wars auch schon… an negativem. “So eine Scheiße…” dachte ich mittendrin. “Dieser Film ist richtig geil…”.

Ist er wirklich, Halle Berry spielt Catwoman hervorragend (schade, dass sie mitten im Film ihre Haare kurz schneidet, da verliert sie ein wenig), ihr “Katzengang”, ihre Katzen-Gestik… ja, sie macht das wirklich hervorragend.

Den grössten Unterschied zwischen Pfeiffers Catwoman und Berrys Catwoman sehe ich darin, dass Pfeiffers Catwoman im Batman-Film ein menschlicher Charakter war und BLIEB. Sie hatte nicht plötzlich übermenschliche Superkräfte. Berrys Catwoman hingegen springt in der Gegend herum und krabbelt Wände hoch a la Spiderman. Ob dies den Comics näher kommt, kann ich nicht sagen. Im Film hat es mich “aufhorchen” lassen, weil ich den Vergleich zur Batman-Catwoman gesucht habe, aber gestört hat es mich nicht.
Einen kleinen Seitenhieb gibt es übrigens: “Sie sind nicht die erste, die Midnight mit ihren Kräften ausstattet.” wird da fast beiläufig erwähnt, und man wartet fast darauf, dass mal zufällig ein Bild von Michelle Pfeiffer auf den Boden fällt neben den ganzen anderen Fotos von Katzenfrauen aus den Jahrhunderten.

Specialeffects: hervorragend und unterhaltend.
Filmdesign: genau mein Ding! Der urbane Flair ist wirklich gut gelungen.
Sound: Klasse!

10 von 10 Punkten. Weil ich einfach keinen Grund für einen Punktabzug finde.

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ASTERIX UND OBELIX: MISSION CLEOPATRA

Asterix und Obelix: Mission Kleopatra
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Immer wieder schön, wie gut Clavier und Depardieu auf Asterix und Obelix passen. Die Filmzitate in dieser Asterix-Verfilmung, von Star Wars über Bruce-Lee-Filme bis hin zu Matrix, sind beeindruckend und saukomisch. Von der Tricktechnik braucht man gar nicht erst reden, die ist perfekt.

9 von 10 Punkten.

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DIE DALTONS GEGEN LUCKY LUKE

Als ich vor über einem Jahr zum ersten Mal gehört und im TV gesehen habe, dass eine Lucky Luke Comicverfilmung mit Til Schwaiger entstehen soll, hatte ich schon meine Zweifel, dass das was Gutes wird. Zudem wurde noch auf den alten Verfilmungen mit Terence Hill eingeprügelt, die seien ja nur Italo-verseuchte Verfilmungen, was an sich schon von grenzenloser Dummheit zeugt.

Naja, mein erster Eindruck hat sich bestätigt. Wenn ich mich auch in Til Schwaiger getäuscht habe. Der ist das einzig Sehenswerte an diesem Film und gibt einen wirklich guten Lucky Luke ab!

Dieser Film ist eigentlich eine Frechheit. OK, dass der Fokus der Geschichte auf den Daltons liegt, verrät einem eigentlich schon der Titel. Dass Lucky Luke aber im Grunde nicht mehr als ein Gaststar ist, hätte ich nun doch nicht erwartet.

Das Drehbuch ist langweilig ohne Ende, keinesfalls einem Lucky Luke gerecht, dabei haben die ersten 3 Minuten einiges versprochen. Das Design des Filmes ist wider Erwarten sehr gut geworden, es ist wahrlich eine Comic-Verfilmung, die gut aussieht. Nur was hilft es, wenn man vor Langweile kaum die Augen aufhalten kann und sich plötzlich eine Fernbedienung herbeiwünscht, um eine halbe Stunde vorspulen zu können, wenn die Daltons ca. 45 Minuten lang in Mexiko rumgurken um irgend einen seltsamen Zauberhut zu ergattern, der einen kugelsicher macht - was für eine bescheuerte Idee. Laue Gags die nicht mal dem häufig eigentümlichen, aber dennoch auf absurde Weise unterhaltenden französischen Humor gerecht werden - lachen können da nicht mal Kinder drüber. Da reissen es zwei oder drei geniale Szenen auch nicht raus - zudem eine der Szenen z.B. auch nur genial ist, weil Musik aus Kill Bill geliehen wird.

Der Gag mit dem selbstständigen Schatten von Lucky Luke wird überreizt, aber auch hier gibt es eine gute Szene, wenn Lucky Luke durch einen im Matrix-Stil gestoppten Saloon geht. Das ist absolut sehenswert. Um alles sehenswerte dieses Films zusammenzunehmen würde ein 5 minütiger Teaser allerdings reichen. Den ganzen Rest kann man in die Tonne schmeissen.

3 von 10 Punkten, und diese 3 Punkte hat der Film nur wegen Til Schwaiger abbekommen, der als einziger ne richtig gute Leistung ablegt. Mein Tipp: noch eine Lucky Luke Verfilmung mit Luke selbst im Fokus und einem Drehbuchautor der auch Hirn hat, und es könnte was werden.

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SIN CITY

Was macht einen Film zu einem guten Film? Eigentlich keine Frage: ein stringentes Konzept. Um so enttäuschter ist man, wenn man irgendwann, und sei es erst beim wiederholtem Sehen des Filmes, feststellt, dass man irgendwie verarscht wurde.

SIN CITY, ein Film, bei dem man bei der Vorschau schon eines eingeimpft bekommt: dieser Film ist etwas Besonderes, Einmaliges, etwas, dass es bisher noch nicht gab.

Es gab wohl tatsächlich noch nie einen Film, den man mehr als „Comic“-Verfilmung begreifen konnte, wie „Sin City“. Das einzig ähnliche, das einem in den Sinn kommen kann, ist die TV-„Batman“-Serie aus den 60ern, in der einem bei Kämpfen z.B. Worte wie „POW“ und „PAFF“ als Trick-Einspieler um die Ohren geworfen werden. Damit hat „Sin City“ zwar nichts am Hut, aber nahe kommt es dieser Idee schon. Ansonsten ist „Sin City“ vom Produktionsdesign her wirklich einmalig. Die einzelnen Szenen sind eins zu eins aus den Comics entnommen, dementsprechend schnell und artifiziell sind Schnitt und Dialog. Dieses Produktionsdesign ist es auch, was den Zuschauer hinter das Licht führt: es wird durchgezogen, von Anfang bis Ende, ohne Ausnahme.

Der Film ist in schwarz/weiß gehalten, im Grunde wurden real nur die hervorragenden Schauspieler aufgenommen, alles andere, die ganze Umgebung, kommt aus dem Computer. Nur einzelne, ausgewählte, Elemente durften ihre in der Produktion aufgenommene Farbe behalten. Der Regisseur hat in der Nachbearbeitung mit der Farbe gespielt, so, wie es seinen Worten nach auch im Comic der Fall gewesen ist.
Was sich hier aber nach einem interessantem Konzept anhört, ist in Wirklichkeit nur eine Idee, die außer im grundsätzlichem Design eben doch nicht durchgezogen wird.
Nur als Beispiel: Frauen, die abgöttisch geliebt werden sind größtenteils farbig (und tatsächlich ist außer ihnen nur noch Blut und das abgrundtief Böse farbig, was auch nicht gerade für die mentale Gesundheit des Verantwortlichen spricht)… aber DIE Frau, die wahrhaftig und ehrlich geliebt wird, mehr als nur eine Geliebte, wie ein Tochter, wie das Teuerste, das ein Mann lieben kann, ist bis auf in einer Wiedersehensszene, in der sie und ihr Lebensretter annähernd realistisch farbig sind, die ganze Zeit schwarz-weiß.

Schließlich noch ein dramaturgisches Problem, das aber seine Wurzeln schon in den Comics selbst finden muss: die Einheit von Zeit wird Tarantino-mässig durcheinandergewürfelt, um einen versteckten Episodenfilm zusammenzuhalten. Aber im Gegensatz zu so einem Meisterwerk wie „Pulp Fiction“ hat hier das mixen der Zeit keinen Sinn, keinen Aha-Effekt. Der Aha-Effekt besteht einfach nur darin, das hin- und herspringen selbst zu erkennen.

Tarantino wird übrigens als Special Guest Director angekündigt. An welcher Stelle er eingegriffen hat, kann beim reinen Betrachten nicht ausgemacht werden, vermutlich hat die Szene aber etwa mit Samurai-Schwertern zu tun.

Die Maske ist perfekt und die schauspielerische Leistung ist grandios, da gibt es nichts. Kein Wunder, wenn man sich so hochkarätige Leute wie Bruce Willis und Mickey Rourke holt. Gerade letzterer könnte mit diesem Film endlich woeder Fuss fassen und den Status bekommen, den er verdient. Hier kann auch mal ein Elijah Wood von seinem Hobbit-Image weg und zeigen, dass er sehr viel mehr drauf hat, als barfuss durch den Wald zu wandern und einen kleinen Zahnstocher als Schwert zu verwenden. Und nebenbei kann man neue Leute zeigen, wie eine Jessica Alba, die auch in diesem Film erstaunlicherweise wieder zeigt, dass sie ihre Rollen perfekt ausfüllen kann – um einiges besser jedenfalls, als sie es als lesbisch angehauchter Dark Angel konnte.

Schlimm genug, dass man heutzutage darauf hinweisen muss: das Synchron von „Sin City“ ist hervorragend. Gute Stimmen, die den schauspielerischen Leitungen voll und ganz entsprechen und sie nicht zerstören, wie es in letzter Zeit sonst so oft vorkommt.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass der Film eine Spannung aufbauen konnte, wie nur wenige Filme in letzter Zeit, langweilig wird es in keiner Sekunde… aber so ein Meisterwerk, wie man nach den Teasern vermuten könnte, ist es nun mal ebenfalls nicht. Schade. Der Film ist zweifellos ein Erlebnis… aber ein Erlebnis, das man durchaus auf DVD genießen kann und nicht unbedingt im Kino erleben muss.

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THE FANTASTIC FOUR

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Noch eine Comic Verfilmung, manchmal könnte man meinen, es gibt nichts anderes mehr im Kino.

Die Vorschau lässt einem wieder das Wasser im Mund zusammenlaufen, was in letzter Zeit nichts Gutes hieß, zu oft wurde man dabei enttäuscht, ich denke da z.B. an „Mr. & Mrs. Smith“.

Bei Fantatsic Four ist es zum Glück etwas anderes. Man bekommt eine hervorragende Geschichte, absolut sehenswerte Effekte, eine blonde Jessica Alba, die erstaunlich gut spielt, und seit langem einen Film, bei dem man sich am Ende wünscht, es gäbe jetzt schon den zweiten Teil.

Geiler Film. Leider zu lange her, um genaueres zu schreiben, aber von den ganzen Comic-Verfilmungen ist das einer der Besten.

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