Archiv für die 'Slasher' Kategorie

Jason goes to Hell

Inhalt:
Als gepeinigter Jason-Zuschauer, der von den ersten 5 Teilen masslos enttäuscht ist, freute ich mich über die Anfangssequenz tierisch: Jason wird von einer FBI-Spezialeinheit gestellt und getötet – und zwar auf eine Art und Weise, die die Hoffnung hochschraubt, dass er endgültig die Machete abgegeben hat.
Naja, hab ich mich wohl zu früh gefreut. Seine Überreste werden in ein Leichenschauhaus gebracht, wo sich sein noch lebendes Herz eines neuen Körpers bemächtigt. Die Metzelei geht also weiter und Jason wird im Laufe des Filmes noch einige Körper übernehmen, um seinem Ziel, durch eine Familienangehörige wiedergeboren zu werden, näher zu kommen. Jason macht sich auf den Weg, seine Schwester und seinen Neffen zu finden.

Kritik:
Bisher habe ich mich bei den Jason-Filmen masslos gelangweilt. Sternstunden waren einzig die letzte halbe Stunde des ersten Teils (so eine Art umgedrehter „PSYCHO“) und die letzten 3 Minuten des vierten Teils. Die Teile sechs, sieben und acht hab ich mir verkniffen. Warum ich mir auf einer DVD-Messe trotzdem den neunten Teil gekauft habe, kann man sich vorstellen: er ist bisher sonst nicht in Deutschland zu bekommen.
Naja, nachdem er jetzt ein paar Monate bei mir rumlag, stand das Stimmungsbarometer bei mir und meiner Freundin mal wieder auf Jason. Oder sagen wir besser: das Leidensbarometer ist soweit abgefallen, dass man den Versuch mal wieder wagen wollte.
Als erstes fiel auf, dass die Tötungsszenen in diesem Film diesmal sehr explizit sind. Es handelt sich offenbar tatsächlich um die uncut-Version (ob das auch die unrated-Version ist, wird sich herausstellen, wenn es in ein paar Monaten tatsächlich eine offizielle DVD-Veröffentlichung nach Deutschland schafft, die angeblich unrated sein soll). Zum ersten Mal ist es ohne Einschränkung erfreulich, Jason zuzusehen, vor allem aber auch, weil ich zum ersten Mal ein Motiv bei ihm entdecken kann: Selbsterhaltungstrieb.
Aber die Splatterszenen (und diesmal verdienen sie auch endlich diesen Namen) sind nicht das einzig amüsante an diesem Film. Zwischendurch hat man immer wieder das Gefühl, man bringt Jason und Michael Myers (aus HALLOWEEN) durcheinander. Oder wurde diesmal einfach nur frech geklaut?
Mitnichten, klauen kann man das nicht nennen. Sean S. Cunningham, der für den ersten „Freitag der 13.“-Film zeichnet, hat diesmal die Produzentenrolle übernommen und sich offensichtlich vorgenommen, sich bei einigen anderen Horrorfilmen zu bedanken. Es ist eine wahre Freude, die ganzen Hinweise aus anderen Filmen zu entdecken. Da taucht plötzlich das Buch des Todes aus „Tanz der Teufel“ auf, die Wegbeschreibung führt mitten im Film so ganz nebenbei hinter „das Haus der Myers“, es tauchen Namen auf wie Julia Carpenter, und schließlich wird Jason am Ende von Freddie Kruger an der sofortigen Wiederauferstehung gehindert… es macht Spaß, das alles zu beobachten und die einzelnen Versatzstücke aus anderen Filmen zu finden. Das Ganze eingebettet in einen reinrassigen und wirklich spannenden Horrorfilm, der endlich auch diesen Namen verdient. Die peinlichen Szenen halten sich in Grenzen und Langeweile kommt tatsächlich nicht auf. Da hatte man sich schon darauf eingestellt, wieder den ganzen Film über seine Witzchen zu reissen, wie es sonst bei Jason-Filmen immer der Fall war, aber nach 10 Minuten wird einem der Mund gestopft, weil man merkt, dass es da tatsächlich mal ein ernsthafter und amüsanter Film in das Jason-Universum geschafft hat.

Mist, jetzt muss ich mir die anderen Jason-Teile doch noch antun. ;-)

Sehr schlecht geraten ist leider das deutsche Synchron… Porno-Synchron nennt man sowas, wenn unerfahrene Sprecher die Hauptrollen übernehmen und man über so manch falsche Betonung hinweg hören muss. Wenn dann noch Fehlbesetzungen passieren, wie bei dem schwarzen Kopfgeldjäger mit Fistelstimme, ist das alles andere als komisch.

Wertung:
9 von 10 Punkten: ein Jason-Film MIT Story und dem Quiz-Mehrwert, der gerade Horror-Fans das Herz höher schlagen lässt hat eine so hohe Bewertung in jedem Fall verdient.

PS: Wer die ganzen Filmzitate und Fehler in Jason 9 aufgezählt sehen will, findet sie HIER .

Kommentare (2)

HALLOWEEN 6

Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers
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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1995) Sechs Jahre ist es her, dass Michael von der geheimnisvollen, schwarz gekleideten Person aus dem Gefängnis befreit wurde. Jamie wurde zwischenzeitlich verschleppt und und wurde schwanger – allem Anschein nach von Michael.
Jamie flieht mit ihrem Baby und hat nun wieder Michael im Rücken, der natürlich das Kind zurück haben will, mit dem eine Sekte wohl noch was vor hat.
In Haddonfield, bewohnt mittlerweile die Familie Strode das Myers-Haus bewohnt. Dessen Sohn Danny wird schon vom „Boogey-Man“, dem schwarzen Mann, bedrängt, als auch Michael wieder zuschlägt. Dr. Loomis und Tommy Doyle, eines der überlebenden Kinder aus Teil 1, warten aber auch schon in Haddonfield, um dem Schrecken mit dem Namen Michael Myers endlich ein Ende zu setzen.

Kritik:
Dieser Film hätte tatsächlich ein würdiges Ende sein können. Wären die letzten Szenen nicht ein wenig zu sehr gehetzt. Größtenteils glaubwürdig wird in diesem Teil soviel über Michaels Geschichte verraten, wie in keinem Teil zuvor. Dass Dr. Loomis (Donald Pleasence in seiner vorletzten Rolle, in den End-Credits wird „Halloween 6“ schon seinem Andenken gewidmet) nach 6 Jahren keinerlei Verbrennungswunden mehr vorweist ist ein Fehler, den man aber gerne vergisst. Vom schauspielerischen leben alle wieder durch seine Anwesenheit auf. Actionreich und blutig wie nie ist der sechste Teil, und nachdem man ja weiß, dass es noch zwei weitere Teile gibt, kann man sich auch diesmal kaum zurück halten, nicht gleich den nächsten Teil nachzuschieben.
Dennoch glaube ich, dass dieser Teil tatsächlich als letzter Teil geplant gewesen ist, trotz des etwas unklaren Ende.

9 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 5

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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1989) Ein Jahr ist vergangen, dass Michael Myers anscheinend endgültig getötet wurde. Dass dies nicht so ist und man den Dreh finden konnte, dass Michael doch noch lebt, verdankt man dem Ende des letzten Films, in dem man die Leiche von Michael nicht sah, Dr. Loomis, sonst so penetrant, es einfach festgestellt hat, dass Michael tot sei. Warum er dies, ohne die Leiche zu sehen, tat, wird in Halloween 5 auch gezeigt – die große Explosion wurde im letzten Film noch unterschlagen.
Michaels Nichte Jamie hält sich seit ihrem Messerangriff auf ihre Stiefmutter in einer Kinderpsychiatrie auf, hat seitdem kein Wort mehr gesprochen. Michael, der von einem Einsiedler ein ganzes Jahr lang gepflegt wurde (schade, das ist nun doch ein wenig unrealistisch) erwacht just an Halloween wieder und hat immer noch vor, Jamie, die zu ihm eine telepathische Verbindung hat, zu ermorden. Michael ist jedoch nicht mehr allein, eine geheimnisvolle Person unterstützt ihn…

Kritik:
Der Endplot aus dem letzten Film wird hervorragend weiter gesponnen, auch wenn man auf die falsche Fährte geführt wurde. Geplant war dies natürlich sicher nicht so, aber es wurde gut gelöst. Die Tötungsarten von Michael werden in diesem Film schon einfallsreicher und blutiger, was sich aber im sechsten Teil noch anständig steigern wird. Spannung pur, viele Wendungen, eine tolle Kinder-Schauspielerin und eine gute Regie machen auch diesen Teil wieder zu einem Fest.
Der große Vorteil von Halloween im Vergleich zu „Nightmare on Elm Street“ zeigt sich spätestens hier: es gibt keinen wirklich schwachen Teil, wenn man mal vom dritten teil absieht, der aber eigentlich gar nicht zur Halloween-Reihe gerechnet werden sollte.
Die Geschichte um Michael, woher seine übermenschlichen Kräfte kommen, deutet sich hier schon leise an. Diese Spannung gerade um dieses Geheimnis wird hervorragend in der Schwebe gehalten. Und wieder ist es ein starkes Ende, das den Zuschauer auf den nächsten Teil fiebern lässt, denn dass es zu Ende sein könnte, wird ausgeschlossen.

8 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 4

Halloween 4 - The Return of Michael Myers
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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1988) Michael Myers soll 10 Jahre nach den Vorkommnissen im zweiten Teil in eine andere psychiatrische Anstalt überführt werden. Hierbei findet sich für ihn die Gelegenheit, zu entkommen, und sich auf den Weg zu machen, seine Nichte Jamie, von der er gerade erfahren hat, umzubringen. Die siebenjährige Jamie ist die Tochter von Laurie (dargestellt von Jamie Lee Curtis in den ersten beiden Halloween-Teilen) und mittlerweile Vollwaise, da ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen. Dr. Loomis ist Michael zwar schon auf den Fersen, aber die Blutspur, die Michael hinter sich her zieht, kann auch er nicht verhindern.

Kritik:
Ein großes Problem, vermutlich vom deutschen Synchron, ist wieder mal die Chronologie, die schon in den ersten beiden teilen durcheinander gekommen ist. Damals konnte Michael rein rechnerisch nur 21 Jahre alt sein, wurde mitten im Film dann aber mit 31 Jahren beziffert.
Diesmal gibt es wieder so etwas ähnliches: zu Beginn des Filmes redet man von einem Jahr, das die letzten Ereignisse her seien, im Laufe des Films hört man dann mehrfach, fast aufdringlich, es seien 10 Jahre, was auch viel logischer ist. Die Tochter von Laurie Jamie zu nennen ist eine nette Idee und fällt nicht negativ auf, diese eher aus Komödien bekannte Vorgehensweise hilft allerdings, zu verstehen, dass Jamie die Tochter von Laurie ist.
Abgesehen von den kleinen Unstimmigkeiten ist der Film eine wahre Augenweide. Michael wird immer stärker als übernatürliche Person gezeichnet, und die Figur der Jamie fügt sich wunderbar in das Ganze ein. Donald Pleasence spielt gewohnt souverän, und die Spannung in diesem Film ist wieder mal bis zum reißen gespannt. Das besonders starke Ende (sicherlich das stärkste Ende überhaupt in der Halloween-Reihe) macht Lust darauf, sofort den nächsten Film in den DVD-Player zu schieben. Die Halloween-Reihe mausert sich mit dem vierten Teil zu einer Vorzeige-Kino-Serie, anhand der man sehen kann, dass Sequels durchaus spannend und gut inszeniert sein können. Und das, obwohl die Charakterisierung von Michael keineswegs so schnell voran schreitet, wie im direkten Vergleich diejenige von Freddie Krüger, wenn man die beiden Kino-Serien miteinander vergleicht.

8 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 3

Halloween 3 - Die Nacht der Entscheidung
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Inhalt:
(1983) Ein Arzt kommt hinter das Komplott einer Großindustriellen-Firma, die Halloween-Masken an Kinder verkauft, in die ein Chip und ein Stück magischer Stein aus Stonehedge eingebaut sind. Diese Masken befehlen den Kindern mit Hilfe von Werbespots, Morde zu begehen. Der Arzt will dies natürlich verhindern.

Kritik:
Dieser Film hat im Grunde nichts mit der Halloween-Reihe zu tun und fällt auch aus dem Halloween-Universum heraus. Auf den Original-Film wird referiert, mehr ist da an Zusammenhang auch schon nicht zu entdecken. Insgesamt ein sterbenslangweiliger Thriller, den auch die gute deutsche Stimme von Tommi Piper nicht retten konnte. Ich kann mir nur vorstellen, dass dieser Film ein Flop gewesen ist. Zum Glück hatten die Produzenten danach den Mut, nach ein paar Jahren Pause wieder in das alte Schema einzutauchen.

2 von 10 Punkten.

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HALLOWEEN 2

Halloween 2 - Das Grauen kehrt zurück
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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1982) Halloween 2 setzt da an, wo Halloween 1 aufgehört hat: Michael Myers wurde von Dr. Loomis angeschossen, ist aus dem Fenster gefallen. Dennoch hat er überlebt, und die Jagd auf ihn geht weiter. Doch Michael sieht nicht ungehindert zu, er macht die Jäger zu gejagten.

Kritik:
Der Film steht dem ersten Teil in nichts nach, setzt aber auch nicht wirklich einen drauf. Es ist einfach eine gute Fortsetzung für Fans, etwas Neues in der Geschichte über Michael liefert er leider nicht. Der Spannung tut dies keinen Abbruch, was mich selbst verwundert hat. Na ja, Halloween ist eben nicht mit der „Freitag, der 13.“-Reihe zu vergleichen, Carpenter schafft es, die Motivation Michael anzudeuten und in der Schwebe zu halten, vermutlich, weil Carpenter schon damals wusste, wohin die ganze Geschichte führen soll.

6 von 10 Punkten.

Kommentar

HALLOWEEN (1978 - Extended TV-Fassung)

Halloween - Die Nacht des Grauens (Perfect Collection, 3 DVDs + Audio-CD)
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Auch ein Klassiker von John Carpenter, den man neben „The Fog“ gesehen haben muss, um mitreden zu können.
Der sechsjährige Michael Myers bringt in einer Halloweennacht unmotiviert und sinnlos seine Schwester um. Seitdem sitzt er katatonisch in einem Sanatorium. Er scheint mit seiner Lage weniger Probleme zu haben, als sein Arzt, der in Michael das Böse schlechthin sieht.
15 Jahre später gelingt Michael die Flucht - wieder ist es Halloween und in seiner Heimatstadt Haddonfield verfolgt Michael nur ein Ziel: Laurie zu töten. Warum auch immer. Für seinen Therapeuthen Dr. Loomis, stellt sich die Frage nicht, in seinen Augen braucht Michael keinen Grund zum töten.

Es handelt sich um einen ganz üblichen Schocker, wenn man es aus heutiger Sicht betrachtet. Natürlich steht Halloween in der Tradition von Psycho, aber er hat auch genug eigene Impulse geliefert, um seinen Platz in der Filmgeschichte zu haben. Nicht zuletzt, weil gerade der Handlungsaufbau natürlich auch die Reihen „Freitag der 13.“ und „Nightmare on Elm Street“ inspiriert hat - wenn man es Handlungsaufbau nennen will, wenn man Jugendliche eine Nacht verbringen und einen Massenmörder dazwischen immer wieder jemanden abstechen sieht. Ein bisschen was erfährt man von Michael, aber nicht genug, als dass man sagen könnte, man versteht was er tut. Mir fehlt hier wie bei „Freitag der 13.“ die Charakterisierung der Hauptfigur. Bei „Freitag der 13.“ weiss man gar nichts über Jason, gut, insofern hat „Halloween“ natürlich die Nase vorn, aber befriedigend ist es nun mal auch nicht. Dagegen ist Freddie Kruger ein guter alter Bekannter, so gut lernt man ihn im Laufe der Filme kennen. Aber vielleicht kommt das ja in den nächsten Folgen von Halloween auch noch, keine Ahnung, ich hab sie noch nicht gesehen. Im zweiten Teil (der nahtlos an den ersten anknüpft, eine wirklich geniale Idee) kommt dazu jedenfalls nichts.

Und bei so einem Charakterschwund stellt sich im Dialog mit einem fanatischen Arzt, der seinem Schutzbefohlenen Michael Betäubungsmittel geben will, damit dieser einem Gerichtsverfahren nicht folgen kann und verurteilt wird, die Frage, ob Michael trotz seiner Tat als Sechsjähriger nicht doch auch ein Produkt von Dr. Loomis ist, der seine Sicht des Bösen personifiziert haben will. Wer ist der oder das Böse – der Massenmörder oder sein Wärter?

Diese Vielschichtigkeit ist es wohl, die „Halloween“ zum Kultfilm werden lies. Lass ich den Kultcharakter weg bleiben nur wenige Schockeffekte, die zumindest aus heutiger Sicht nicht zahlreich genug mein Adrenalin hochspringen lassen. Aber neugierig wird man auf die nächsten Filme schon gemacht, das muss man auch sagen.

6 von 10 Punkten.

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NIGHTMARE ON ELM STREET - BOX

Auch eines meiner Postings aus einem Forum:

Nachdem metal_Maniac und ich gestern den letzten Teil der Nightmare - Reihe angesehen haben, und ich zumindest einige Teile zum ersten Mal gesehen haben, möchte ich gern meinen Senf dazu abgeben.

Irgendwo hab ich mal gelesen, dass bei Nightmare immer die Teile mit den ungeraden Nummer die guten Teile sind. Ich hab mir gerade nochmal die Kurzzusammenfassungen angesehen und muss dieser These auf jeden Fall recht geben. Es gibt Teile in dieser Reihe, bei denen freut man sich, wenn man den nächsten Film einlegen kann, so unzusammenhängig sind sie. Aber selbst DIESE Teile sind unterhaltsamer als so mancher Mainstream-Quatsch, den man heutzutage produziert. Dass Freddy im Laufe der Serie vom stillen Mörder zum maulenden Serien-Bösewicht wird, mit dem man mitfiebert, macht meines Erachtens jedoch mit den Charme der Serie aus.

Dumm an der ganzen Sache ist, dass Teil 6, der Teil in dem Freddy stirbt, eine gerade Nummer hat: es wird kaum auf den vorherigen Teil eingegangen, auch wenn die Albtraumsequenzen schockierend wie in kaum einem anderm Teil sind. Übrigens: um dem Ableben von Freddy etwas besonderes zu geben, wurden die letzten Minuten in 3D gedreht… haltet euch fest, die 3D-Version befindet sich sogar in der deutschen Box, ein absoluter Pluspunkt, auch wenn ich nicht verstehe, wie man so eine Lusche als Tonmeister nehmen konte, der die Hintergrundmusik verzerrt hochpegelt… die Sprache ist hingegegen ganz normal, alles in allem ist es gerade noch erträglich. Tja, stellt sich nur noch die Frage, wo man die nötige 3D-Brille herbekommt [übrigens: obwohl im Film eine blau-rote-Brille gezeigt wird, wirkt der 3D-Teil wie grün-rotes 3D… ich werd Bescheid geben, wenn ich mehr weiss…].

Dass “Freddy’s Finale” nicht das Ende der Serie ist, weiss der Fan der Serie natürlich, dass es aber auch keine wirkliche Fortsetzung gibt (sieht man von dem mir noch unbekannten “Freddy vs. Jason” mal ab), jedoch auch. Insofern empfinde ich den siebten Teil als einen der genialsten Kunstgriffe der Horror-Filmgeschichte. Ohne mich genau über den Inhalt auszulassen fällt mir nur ein negativer Punkt am siebten Teil auf: Englund verschwindet irgendwann per Anrufbeantworter, und obwohl man weiss, dass auch er Schwierigkeiten mit der Kunstfigur Freddy hat, wird dies nicht weiter ausgeführt. SEHR SCHADE!

Zur R-Rated-Geschichte der Box: in Anbetracht der Tatsache, dass die Teile 2 und 3 auch unrated geschnitten aussehen ist es tatsächlich verkraftbar. Verwunderlich ist nur, dass die “Blutspur an der Decke” im ersten Teil zum Index führte, im siebten Teil jedoch normal durchging… naja. Ich rate immer noch dazu, vom ersten und fünften Teil zusätzlich zur Box die Bootlegs auf Börsen zu erstehen.

Insgesamt ist die Box natürlich ein MUSS in der Sammlung, keine Frage, schwache Folgen hin oder her, schlechtes Tonabmischung im deutschen hin oder her. Dass die Filme *nicht uncut* herausgebracht wurden, ist unverzeihlich, aber da es qualitativ keine andere Möglichkeit gibt, was soll man tun, will man auf die deutschen Tonspuren nicht verzichten?

Noch was zum Synchron: ich glaube, ich habe insgesamt drei Freddy-Sprecher gezählt… was ich von sowas halte, wisst ihr: GAR NICHTS! Der eine hat versucht dunkler zu sprechen und klingt wie Kermit mit Frosch im Hals *hüstel*, der andere klingt zu sehr nach Western-Legende (der Sprecher IST nun mal eine Western-Legende)… tja und so muss man sich bei jeder Folge aufs neue mit einer Stimme rumschlagen, die an das Original nicht rankommt… und das Original ist nunmal technisch bearbeitet… ganz sicher liegt es nicht an den deutschen technischen Möglichkeiten, dass die Stimme nicht richtig realisiert wurde, auch nicht am Geld, denn dieser Effekt ist Standard in jedem noch so kleinen Studio… sondern EINZIG an den VERFEHLUNGEN der einzelnen REDAKTIONEN…

Insgesamt sehenswert, die DVDs haben allesamt gutes Bild, bis auf Teil 6 hervorragenden Ton (soweit es eben geht) und sind so ungeschnitten, wie es eine nicht limitierte Box für den Mainstream-DVD-Markt nunmal verträgt…

FAZIT: Trotzdem KAUFEN!!!

Liebe Grüsse,
Sinarius

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