Archiv für die 'Horror' Kategorie

STAY ALIVE (2006)

Stay Alive - Unrated Director\'s Cut
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Auf diesen Film bin ich in der Videothek gestoßen. Indirekt hat er etwas mit dem Hammer-Film “Comtesse des Grauens” zu tun, es geht um unsere allseits beliebte und gefürchtete Lady Bathory.

INHALT: Ein junger Mann testet ein Underground-Videospiel und stirbt kurz darauf… Seine Freunde entdecken in seinem Nachlass das Spiel, und wollen ihm huldigen, indem sie das letzte Spiel, welches er spielte, selbst spielen. Eigentlich sollten diese Verrückten schon stutzig werden, wenn sich das Spiel erst nach dem lauten Sprechen eines Gebetes startet (ohne Voice Activation wohlgemerkt!). Als aber klar wird, dass ihr Freund und nach und nach sie selbst immer auf genau die selbe Weise sterben, wie im Videospiel, wird auch denen klar, dass sie sich nicht nur in einer virtuellen Realität befinden, sondern in dem Sog einer dunklen Macht, ausgehend von der wieder heraufbeschworenen Lady Bathory! Und diese macht verfolgt die jungen Gamer bis in die Realität.

KRITIK: Spätestens an diesem Punkt wird auch klar, wieso ich diesen Film hier bespreche, man kann ihn tatsächlich als Nachfolger von “Comtesse des Grauens” sehen, und warum dieser Film nicht viel bekannter ist, werde ich nie verstehen. Er ist durchgehend spannend, wirkt nie lächerlich (wenn es auch durchaus komische Momente gibt), die Effekte sind passend und aktuell, aber nicht übertrieben. Das Videospiel selbst sieht fast oldfashioned aus, was aber sinnvoll ist, um die Abgrenzung zur Realität besser hervorzuheben.

FAZIT: Uneingeschränkt empfehlenswert, nicht nur, aber VOR ALLEM für Hammer-Fans! Es ist ein sehr guter Film mit guten Schockeffekten, der, wenn man “Comtesse des Grauens” kennt, und somit den Charakter der Lady Bathory, noch besser wird.

9 von 10 Punkten.

Kommentar

SAW 3

INHALT:
Jigsaw (Tobin Bell) ringt mit dem Tod. Das Krebsgeschwür, von dem der Zuschauer schon seit dem ersten Teil Kenntnis hat, hat sich im Schädel von Jigsaw ausgebreitet. Nur die Maschinen halten das psyhopathische Genie noch am Leben. Doch obwohl er bewegungslos im Krankenbett liegt, hat er noch immer alle Fäden in der Hand. Mithilfe seines Schützlings Amanda (Shawnee Smith) entführt er zwei menschen in seine bizarre Komandozentrale: die Hirnchirurgin Dr. Lynn Denlon (Bahar Soomekh) und den jungen Familienvater Jeff (Angus Macfayden), die er in grausamen Prüfungen dazu bringen will, den Wert des Lebens zu erkennen. Dr. Denlon muss Jigsaw dazu am Leben erhalten, bis Jeff seine Prüfungen durchlaufen hat. Aber es gibt noch mehr Prüfungen und Jigsaw spielt noch viele Spiele…

KRITIK:
Der Film setzt an genau dem Punkt an, an dem der zweite Teil aufgehört hat - und das ist schon der erste Vorteil. Es gab genug ungeklärte Fragen, eine davon wird gleich mal gelüftet, bevor es richtig los geht. Und so sieht man sich in den ersten drei Minuten schon mit dem konfrontiert, das Regisseur Bousman vor dem Film versprochen hat: den härtesten Szenen, die man bisher bei SAW gesehen hat. Und nicht nur da. Ich will nicht spoilern, aber der Leser möge sich mal überlegen, wie man den Fuss noch aus der Fuß-Fessel bekommen kann, ohne ihn abzusägen. Ich weiss wirklich nicht, welche Lösung mir lieber gewesen wäre…
Nach dieser fulminanten Einführung in SAW 3 wird es erst mal ein wenig ruhiger, und man befürchtet fast, es bleibt so. Tatsächlich schafft es Bousman, eine Grundspannung zu erhalten, die einen von einer harten Szene zur nächsten schleppt. Handlung kommt glücklicherweise nicht zu kurz, denn der wahre Horrorfan ist nicht auf Splatterszenen alleine aus. Diese sind genau so verteilt, dass sie einen meistens überraschend treffen, die Atmosphäre ist durchgängig düster und bedrohlich. Die Schocks liegen aber in der Betrachtung des Grauens, sie überfallen einen nicht hinterrücks, was manchmal etwas schade ist. Bei einigen Momenten glaubt man einfach an verdudelte Schockmomente – mir hat ein wenig das Zusammenzucken gefehlt. Nein, solche Zuck-Momente kommen kaum vor, dafür ausführliches Grauen, dass sich Zeit lässt, bei dem man manchmal wegschaut, weil man es kaum noch erträgt. So geht es einem auch bei der sehr realistisch gefilmten Hirn-OP-Szene, die ein wenig an HANNIBAL erinnert, nur sehr viel expliziter ist und ein Zwischending zwischen Hommage und Ohrfeige darstellt. Fast hört man den Regisseur sagen: „SO muss man das machen, ihr Luschen!“. Dieser Film ist tatsächlich nichts für schwache Mägen.

Die Geschichte an sich ist logisch und stringent aufgebaut. Denkt man sich zwischendurch noch, dass Jigsaw und Amanda sich selbst untreu werden, löst sich in bewährter SAW-Tradition am Ende alles auf und es stimmt in sich vollkommen. Sehr viel genauer kann ich nicht darüber schreiben, ohne zu spoilern und dem Zuschauer den Spaß zu nehmen.

Hervorzuheben ist die schauspielerische Leistung ganz allgemein in dem Film, allen voran Tobin Bell. Nur selten ist ein Killer auf dem Krankenbett so gefährlich rüber gekommen. Die Kameraführung ist modern und energetisch, man vergisst sehr schnell, dass man im Kino sitzt und befindet sich absolut in der Geschichte.
Das Synchron ist unauffällig und somit gelungen, selten genug heutzutage.

FAZIT:
Diesen Film sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen.

9 von 10 Punkten.

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SAW III - Zuschauer-Premiere in München

Es war ein Abend, dem man lange entgegen fieberte. Nach einem grandiosen SAW 1 und einem packenden SAW 2 hat man die Möglichkeit, die Premiere von SAW 3 in München in Gegenwart des Regisseurs zu erleben, nur allzu gern wahr genommen. So ging es am Freitag, den 26.01.2006, auf in das Matthäser in München. Zu Beginn, bevor man noch in das Foyer vor den grössten Saal Nummer 6 gelassen wurde, sah es aus, als sei gar nicht mal so viel los. Das änderte sich schnell, und man konnte froh sein, nicht ganz hinten in der Schlange zu stehen. Zum Glück entschloss sich die Kinoleitung, den Einlass flüssiger zu gestalten und alle etwas früher einzulassen. Bei der Gelegenheit bekam man auch gleich ein schickes VIP-Bändchen, mit dem man nach der Vorstellung Zutritt zum 2ROOMs bekam, indem das Interview mit Regisseur Bousman und das Konzert mit den DOPE STARS INC. stattfand.

Wer sich nach seiner Platzreservierung um kurz vor 20 Uhr noch mal im Foyer rumdrückte, konnte gemütlich den Einzug des Regisseurs miterleben, schon mal Unterschriften von ihm bekommen, und so manche gutaussehende Zuschauerin wurde sogar extra heran gewunken zu einem Foto. Nein, abgeschirmt wurde Darren Lynn Bousman wirklich nicht. Im Gegenteil. Der Regisseur, der gerade erst seinen zweiten Spielfilm ablieferte, sonnte sich sehr selbstsicher im Rampenlicht und genoss das Bad in der Menge.

Selbstsicher ging es im Kino-Saal weiter: „SAW 3 lässt die ersten beiden Teile wie Disney-Filme aussehen.“ Nun ja, um große Worte ist er nicht verlegen, der Zwischenapplaus, den das zurückhaltende Publikum nach den ersten 3 Minuten aber gab, zeigt, dass Bousman gelungen war, was er sich vorgenommen hatte. Mehr dazu in der Review zum Film.

Nach der Vorführung lud die Veranstalterin vom Fantasy Filmfest zur Nachbesprechung ins 2ROOMS, und die meisten Zuschauer hatten es leider sehr eilig, dort hin zu kommen. Unten bei Bousman und Kinowelt-Konsorten freuten sich die Fotografen über jeden Fan, der sich doch noch traute, um ein Autogramm zu fragen. Soviel Freiraum ist man in München einfach nicht gewohnt, es war kein Problem, ein paar Worte mit dem Regisseur zu wechseln. Das Angebot seiner Freundin, ihm für die Autogramme die Flasche Bier abzunehmen quittierte er mit einem augenzwinkernden „DONT TOUCH MY BEER!“ - so kurz nach dem Film hatte man die leise Befürchtung, Bousman hätte doch noch irgendwo eine kleine Kammer für solche Fälle übrig.


(von links: Metal_Maniac, Bousman, Sinarius)

Das öffentliche Interview im 2ROOMS vor dem Konzert hatte nur einen Fehler: eine Interviewerin mit mangelhaften Englisch-Kenntnissen, das wars aber auch schon. Jeder hatte die Möglichkeit, Fragen zu stellen und erhielt umfassende Antworten.

Ein paar Auszüge aus dem Interview:

Frage: Wie sieht die Zukunft der SAW-Reihe aus? Wird es hier so werden, wie bei anderen Horror-Reihen, wie bei Freitag der 13. oder Halloween?

Bousman: Die ersten drei Teile sind eine Art Trilogie. SAW 4 ist aber schon in der Pre-Production. Das Konzept von SAW beschäftigt sich nicht nur mit JIGSAW alleine.

Frage: Ist der Titel “SAW” zweideutig zu sehen? Zum einen die “Säge”, zum anderen aber auch “Gesehen”?

Bousman: Ja natürlich, die Zweideutigkeit bezieht sich durchaus auch darauf, das man in sein Innerstes gesehen und sich selbst erkannt hat…

Frage: Funktionieren die Fallen alle wirklich, bzw. wurden diese auch vorher irgendwie getestet?

Bousman: Na ja, um glaubwürdig zu sein, haben wir natürlich einige richtig aufgebaut. Und sie funktionieren wirklich, man kann die einzelnen Bauteile in jedem Baumarkt bekommen… (diese Frage wurde mit einigem Augenzwinkern beantwortet).

Frage: Denkt man bei der ganzen Sequel und Prequel Euphorie der Horrorfilme, wie zuletzt bei “Hannibal Rising” oder auch mit “The Texas Chainsaw Massacre:  The Beginning” über ein SAW – Prequel nach, bei dem man mehr von den Ursprüngen von JIGSAW John Kramer erfährt?

Bousman: Die Möglichkeit besteht durchaus, aber in den nächsten Teilen sieht es eher nicht danach aus, denn das SAW Universum besteht nicht nur aus JIGSAW.

Frage: Wo ist im Kachelraum die Leiche des Krankenpfleger Zapp aus dem ersten Teil geblieben? Wurde die vergessen oder war das Absicht?

Bousman: Solche Fragen beantworten wir grundsätzlich nicht. Das SAW-Universum ist größer, als die bisherigen drei Filme. Wir haben in SAW 3 schon einige Fragen aus den ersten beiden Teilen beantwortet, andere werden vielleicht in den nächsten Teilen aufgelöst.

Klar geworden ist eindeutig, dass es mindestens einen weiteren Teil geben wird. Ebenso, dass Bousman selbst sich über das Interesse und die Anteilnahme der Fans freut.

Anschließend konnten die Fans wiederum Autogramme und Fotos bekommen. Und ziemlich bald begann dann auch das Konzert der Dope Stars Inc. Für diejenigen, die weit angereist waren (ich lernte Leute aus Frankfurt kennen) und gerade für die zahlreichen Gothics war das Konzert natürlich ein Highlight, schade, dass das Münchner Publikum nur schwer in die Gänge kommt. An der Band lag es jedenfalls nicht, dass die meisten nur gebannt auf die Bühne starrten, aber nicht mittanzten. Als Beweis gibt es hier in den nächsten Tagen ein Video mit einem vollständigen Stück aus dem Konzert.

Insgesamt ein perfekter Premierenabend, der zeigt, dass es auch ohne den übermäßigen Einsatz von Sicherheitskräften geht und ein bekannter Regisseur auch überlebt, wenn er sich Publikumsnah zeigt. Wer nach dem Auftritt von Bousman nicht fasziniert von diesem Mann ist, dem ist nicht mehr zu helfen. Danke Kinowelt für diesen schönen Abend.

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HAMMER-HORROR-BOX von Kinowelt

Hammer Horror Box (4 DVDs)
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Wie schon auf meiner Hammer-Studio-Fansite geschrieben, habe ich die Preview-DVDs von Kinowelt bekommen und kann euch somit einen ersten Eindruck von der Box vermitteln. Allerdings auch nur von der Bild- und Tonqualität, wie die Box sich anfühlt, kann ich euch nicht sagen, ich habe, wie gesagt, ausschliesslich die DVDs bekommen, wie es üblich ist.

Was ich auch nicht sagen kann, ist, ob es ein Booklet in die Kinowelt-Box geschafft hat, oder nicht. Nachdem dieses aber nirgendwo erwähnt wird, vermute ich eher nicht. Überhaupt ist die Ausstattung etwas mager: die Extras auf den DVDs beschränken sich jeweils auf den Kinotrailer und Scans von den Werbeflyern. Eine Ausstattung wie bei den englischen Anchor-Bay-DVDs findet man wahrlich nicht vor, somit auch z.B. keine Doku über Christopher Lee, was ich sehr schade finde. Der günstige Preis macht das allerdings wett: 4 auf deutsch wirklich gesuchte Hammer-Klassiker um € 27,99 sind ein Schnäppchen, anders kann man das nicht ausdrücken.

Das Bild ist dem Alter der Filme entsprechend, da kann man nicht meckern. Ich habe bisher “Frankensteins Schrecken” gesehen, welcher vom Bild her wirklich sehr gut ist, und “Dracula - Nächte des Entsetzens“, der bis auf die Anfangssequenz auch mit einem guten Bild daher kommt. Die beiden anderen Filme, “Das Grab der blutigen Mumie” und “Nur Vampire küssen blutig” fallen nach erster Begutachtung ebenso aus, ansonsten werde ich das hier noch mitteilen.

Der Ton kann analog dem Bild gewertet werden: bei dem Frankenstein-Film ist er unauffällig gut, bei dem Dracula-Film an einigen Stellen etwas dumpf, aber das liegt wohl an den alten Tonspuren.

Insgesamt bekommt man um einen niedrigen Preis vier hervorragende Filme in recht guter Qualität, das Fehlen der Extras und eines informativen Booklets schmerzt dennoch. Ich persönlich hätte lieber 5 bis 10 Euro mehr ausgegeben und dafür mehr Informationen gehabt. Aber wofür gibt es meine Seite, das reiche ich hier in ein paar Wochen nach (sobald ich nach meinem Umzug Zeit finde).

Für Hammer- und Gothic-Horror-Fans natürlich ein absolutes MUSS auf der Einkaufsliste, gerade bei DEM Preis.

Bewertung der DVD-Box:

7 von 10 Punkten: Bild und Ton sind in Ordnung, Extras fehlen grösstenteils.

Die Reviews zu den einzelnen Filmen gibt es in Kürze auf der Hammer-Studio-Fansite. Aber hier werd ich sie wohl auch reinkopieren. ;-)

Kommentar

COMTESSE DES GRAUENS (1970)

Comtesse des Grauens
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Inhalt:
Die alte und unbarmherzige Gräfin Elisabeth Bathory (Ingrid Pitt) macht aus einem Zufall heraus die Entdeckung, dass das Blut junger Mädchen ihre Haut jünger werden lässt. Sie bringt ihre Dienerin um und erscheint kurze Zeit darauf als junge und erotische Frau auf der Bildfläche – sie gibt sich als ihre eigene Tochter Ilona aus.
Doch die Schönheit ist nicht von Dauer und sehr bald braucht die Gräfin neues Blut, welches ihr ihr Liebhaber, Captain Dobi (Nigel Green), besorgen soll. Dieser ist zwar nicht angetan von der verhängnisvollen Jugend seiner Geliebten (schließlich werden da auch junge Männer darauf aufmerksam), entspricht aus Liebe aber trotzdem ihrem Wunsch. Die Gräfin selbst scheint dies auch aus Liebe zu Dobi zu machen, kann aber den Versuchungen junger Männer keinesfalls widerstehen.
Ein weiterer Versuch mit dem Blutbad scheitert aber. Irgendetwas muss das Blut der Hure von dem Blut ihrer jungfräulichen Dienerin unterscheiden. Tja, was wohl?

Kritik:
Reale Massenmörder waren schon oft Ideengeber für Filme – so ist es auch hier. Die Blutgräfin Bathory gab es 1560 in Ungarn wirklich, sie ist verantwortlich für den Tod von insgesamt 650 Menschen, die sie aus purer Lust am Sadismus auf bestialischste Weisen umgebracht hat: sie malträtierte ihre Opfer mit glühenden Eisen oder warf sie in den Schnee, um sie dann mit kaltem Wasser zu übergießen, sie biss ihnen Fleischstücke aus den Körpern… wer mehr dazu wissen will, dem empfehle ich das abermals geniale Booklet von Uwe Somerlad, welches der DVD beiliegt, und in dem auch zur Produktionsgeschichte einiges steht. In Kurzform: die ungarischen Produzenten, die Hammer den Stoff angetragen hatten, wollten eigentlich ein historisches Drama verfilmen. Als von Hammer dann zu hören war, dass dies eigentlich ein Horrorfilm werden sollte, war es eigentlich schon zu spät – in der Not machte man sogar noch einen weiteren Fehler und synchronisierte Ingrid Pitt nach. Was das bringen sollte, wird wohl immer ein Geheimnis des Regisseurs Was Sasdy bleiben.
Der geneigte Leser wird es ahnen: wer aufgrund der blutigen Vorlage einen blutigen Hammer-Film erwartet, der wird enttäuscht. Der Film ist spannend, keine Frage, und Ingrid Pitt ist selten so erotisch gewesen, wie in diesem Film – nicht mal als Carmilla Karnstein. Das Design von „Countess Dracula“, wie der Film im Original heißt, ist hammer-typisch genial, der Aufbau der Geschichte gut und spannend… aber es fehlt an Blut, wie schon Ingrid Pitt einmal in einem Interview sagte. So wurde aus dem blutigstem Thema, das Hammer zur Verfügung stand, blutiger als Dracula und Frankenstein zusammen, ein nettes Filmchen mit einer wunderschönen Ingrid Pitt – aber halt nicht mehr.
Erwähnenswert ist aber unbedingt die Maske. Man mag teilweise gar nicht glauben, dass die alte Gräfin ebenfalls von Ingrid Pitt gespielt wurde, so gut ist das Make-Up geraten. Die Schauspieler füllen allesamt ihre Rollen aus und Nigel Green gibt einen wunderbaren alten und eifersüchtigen Liebhaber hab, der nicht anders kann, als „seine“ Gräfin bei jeder noch so furchtbaren Schandtat zu unterstützen.

Ach ja… ein paar Flaschen Kunstblut mehr, und es hätte der legendärste Hammer-Film überhaupt entstehen können.

Trotzdem: 8 von 10 Punkten, und kein Punkt weniger – das muss einem die wundervolle Ingrid Pitt schon wert sein. ;-)

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Der Hexentöter von Blackmoor (1969)

Inhalt:
1685 in England: Durch grausame Folterungen und Hexenverbrennungen will der Lordrichter Jeffreys (Christopher Lee) die Herrschaft von König James II. festigen. Auch die hübsche Mary Grey (Maria Rohm), Braut des Grafen von Wessex, soll als Hexe verbrannt werden…

Kritik:
Eine deutsch, italienisch, spanisch, englische Co-Produktion unter der Regie von Jesus Franko. Ich habe der Laufzeit nach offensichtlich die um 6 Minuten gekürzte Fassung gesehen. Aber WAS das gekürzt worden sein soll weiss ich wirklich nicht. Der Film stammt aus dem Jahre 1969 und ist dafür zum einen äusserst freizügig (blanke Brüste und ordentliche Schambehaarung hat man gern gezeigt in diesem Film), zum anderen sehr blutrünstig. Die Hexenfoltern werden sehr bltuig und freizügig dargestellt, auch in der cut-Fassung. Trotzdem werde ich mir wohl irgendwann mal die österreichische DVD von diesem Film zulegen, denn anscheinend wird der Film auch im Pay-TV nicht mehr ungeschnitten gezeigt.

Chris Lee gibt einen sehr bösartigen Richter ab, aber dennoch nicht sadistisch, es gehört zum Charakter, dass der Richter weder den Foltern noch den Hinrichtungen beiwohnt. Erwähnenswert ist noch der Gastauftritt von Maria Schell, die eine blinde Seherin gibt. Leider war es wirklich nur ein Gastauftritt, mehr al einen Drehtag dürfte sie nicht gehabt haben. Sehr schade, denn die junge Maria Schell war schon richtig gut und intensiv.

Der Film an sich ist sehr spannend gehalten und könnte durchaus mit englischen Horror-Produktionen aus selbiger Zeit Schritt halten… wären da nicht die 20 Minuten in der Mitte, die plötzlich Schlachten in geschichtlichem Epos zeigen, die mit der Geschichte zwar was zu tun haben, aber im Grunde nur den Film strecken sollten, der von der Story wohl nicht mehr her gab (er hätte durchaus mehr hergegeben, aber naja…).

Es ist wohl ein waschechter Franko-Film, sehr blutig, sehr intensiv, die Nachwirkung hält sich aber in Genzen. Wer, wie ich, gerne Christopher Lee sieht, für den ist der Film ein Muss, klar. Die Folterszenen spalten meine Meinung: sind sie so gut, wei sie gut inszeniert sind, oder ist das so eine Art “Schaulustiger”-Effekt dabei, wenn einem Szenen gefallen, in denen blutüberströhmte, halbnackte Frauenkörper mit glühenden Eisen gequält werden? Ich weiss es nicht, in jedem Fall haben vor allem diese Szenen Wirkung auf mich als Zuschauer hinterlassen. Da wundert es fast, dass eine erzwungene Liebesnacht so glimpflich n Szene gesetzt wird. Mehr als die spinnenartigen Hände von Christopher Lee und das verzweifelte Gesicht des Opfers ist eigentlich nicht zu sehen. Dass die Szene so viel intensiver rüberkommt ist klar… ob allerdings da nicht der Gentleman Christopher Lee sagte, dass er soweit geht und nicht weiter, da wär ich mir nicht so sicher.

7 von 10 Punkten, ein solider, im Grunde eindrucksvoller Film, der seltsamerweise keinen Nachall bei mir hinterlässt.

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Jason goes to Hell

Inhalt:
Als gepeinigter Jason-Zuschauer, der von den ersten 5 Teilen masslos enttäuscht ist, freute ich mich über die Anfangssequenz tierisch: Jason wird von einer FBI-Spezialeinheit gestellt und getötet – und zwar auf eine Art und Weise, die die Hoffnung hochschraubt, dass er endgültig die Machete abgegeben hat.
Naja, hab ich mich wohl zu früh gefreut. Seine Überreste werden in ein Leichenschauhaus gebracht, wo sich sein noch lebendes Herz eines neuen Körpers bemächtigt. Die Metzelei geht also weiter und Jason wird im Laufe des Filmes noch einige Körper übernehmen, um seinem Ziel, durch eine Familienangehörige wiedergeboren zu werden, näher zu kommen. Jason macht sich auf den Weg, seine Schwester und seinen Neffen zu finden.

Kritik:
Bisher habe ich mich bei den Jason-Filmen masslos gelangweilt. Sternstunden waren einzig die letzte halbe Stunde des ersten Teils (so eine Art umgedrehter „PSYCHO“) und die letzten 3 Minuten des vierten Teils. Die Teile sechs, sieben und acht hab ich mir verkniffen. Warum ich mir auf einer DVD-Messe trotzdem den neunten Teil gekauft habe, kann man sich vorstellen: er ist bisher sonst nicht in Deutschland zu bekommen.
Naja, nachdem er jetzt ein paar Monate bei mir rumlag, stand das Stimmungsbarometer bei mir und meiner Freundin mal wieder auf Jason. Oder sagen wir besser: das Leidensbarometer ist soweit abgefallen, dass man den Versuch mal wieder wagen wollte.
Als erstes fiel auf, dass die Tötungsszenen in diesem Film diesmal sehr explizit sind. Es handelt sich offenbar tatsächlich um die uncut-Version (ob das auch die unrated-Version ist, wird sich herausstellen, wenn es in ein paar Monaten tatsächlich eine offizielle DVD-Veröffentlichung nach Deutschland schafft, die angeblich unrated sein soll). Zum ersten Mal ist es ohne Einschränkung erfreulich, Jason zuzusehen, vor allem aber auch, weil ich zum ersten Mal ein Motiv bei ihm entdecken kann: Selbsterhaltungstrieb.
Aber die Splatterszenen (und diesmal verdienen sie auch endlich diesen Namen) sind nicht das einzig amüsante an diesem Film. Zwischendurch hat man immer wieder das Gefühl, man bringt Jason und Michael Myers (aus HALLOWEEN) durcheinander. Oder wurde diesmal einfach nur frech geklaut?
Mitnichten, klauen kann man das nicht nennen. Sean S. Cunningham, der für den ersten „Freitag der 13.“-Film zeichnet, hat diesmal die Produzentenrolle übernommen und sich offensichtlich vorgenommen, sich bei einigen anderen Horrorfilmen zu bedanken. Es ist eine wahre Freude, die ganzen Hinweise aus anderen Filmen zu entdecken. Da taucht plötzlich das Buch des Todes aus „Tanz der Teufel“ auf, die Wegbeschreibung führt mitten im Film so ganz nebenbei hinter „das Haus der Myers“, es tauchen Namen auf wie Julia Carpenter, und schließlich wird Jason am Ende von Freddie Kruger an der sofortigen Wiederauferstehung gehindert… es macht Spaß, das alles zu beobachten und die einzelnen Versatzstücke aus anderen Filmen zu finden. Das Ganze eingebettet in einen reinrassigen und wirklich spannenden Horrorfilm, der endlich auch diesen Namen verdient. Die peinlichen Szenen halten sich in Grenzen und Langeweile kommt tatsächlich nicht auf. Da hatte man sich schon darauf eingestellt, wieder den ganzen Film über seine Witzchen zu reissen, wie es sonst bei Jason-Filmen immer der Fall war, aber nach 10 Minuten wird einem der Mund gestopft, weil man merkt, dass es da tatsächlich mal ein ernsthafter und amüsanter Film in das Jason-Universum geschafft hat.

Mist, jetzt muss ich mir die anderen Jason-Teile doch noch antun. ;-)

Sehr schlecht geraten ist leider das deutsche Synchron… Porno-Synchron nennt man sowas, wenn unerfahrene Sprecher die Hauptrollen übernehmen und man über so manch falsche Betonung hinweg hören muss. Wenn dann noch Fehlbesetzungen passieren, wie bei dem schwarzen Kopfgeldjäger mit Fistelstimme, ist das alles andere als komisch.

Wertung:
9 von 10 Punkten: ein Jason-Film MIT Story und dem Quiz-Mehrwert, der gerade Horror-Fans das Herz höher schlagen lässt hat eine so hohe Bewertung in jedem Fall verdient.

PS: Wer die ganzen Filmzitate und Fehler in Jason 9 aufgezählt sehen will, findet sie HIER .

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CONSTANTINE

Constantine (2 DVDs)
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Inhalt:
John Constantine (Keanu Reeves) ist im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hölle gegangen. Schon als Kind hatte er die Gabe mitbekommen, Dämonen, die unter den Menschen wandeln, erkennen zu können. Seine Eltern und Ärzte schickten ihn solange durch die Psychiatrien, bis er Selbstmord begehen wollte und für zwei Minuten tot war. Zwei Minuten, die er aufgrund seiner Todsünde in der Hölle verbrachte – zwei Minuten, die solange dauern wie ein normales Leben. Seitdem versucht er sich von seiner Sünde reinzuwaschen, indem er Dämonen jagt und Exorcismen ausführt. Doch die Zeit wird knapp, er ist an Lungenkrebs im Endstadium erkrankt. Für ihn gilt es, endlich zu erkennen, was seine wirkliche Bestimmung ist. Er nimmt seinen letzten Fall an, als ihn eines Tages Angela Dodson (Rachel Weisz) kontaktiert, der er bei der Klärung des Todes ihrer Zwillingsschwester Isabel helfen soll, welche sich vom Dach der Nervenheilanstalt stürzte, in der sie einsaß. Zudem brechen immer mehr Dämonen in die Welt ein, was sie eigentlich nicht dürften. Es wird Zeit, die Regeln, denen die Welt, der Himmel und die Hölle unterliegen, ein klein wenig zu brechen.

Kritik:
Lange habe ich mich von diesem Film ferngehalten. Zu sehr wurde in der Werbung zu diesem Film darauf hingewiesen, dass er von den Matrix-Machern sei. Und nach den letzten beiden Matrix-Teilen hatte ich wahrlich keine Lust mehr auf einen Film mit undurchsichtiger Pseudo-Handlung und überladenen Effekten. Was für ein Fehler.
Natürlich kann man sich auf die Effekte in diesem Film freuen, sie sind aber keineswegs überladen oder deplaziert. Sie passen, von Anfang bis Ende, sie sind in die Story integriert und nicht einfach nur draufgeklatscht worden.
Ja, es gibt eine Story. Und was für eine. Sie ist logisch, passt zur westlichen Mystik und nimmt sich keine Freiheiten, die die Handlung irgendwie hinbiegen sollen. Die Höllenszenen sind genial gemacht und treiben einem teilweise wirklich Angst ein. Keanu Reeves füllt seine Rolle perfekt aus, und es kein wirklicher Grund da, zwischendrin an Neo zu denken.
Der Film passt, von Anfang bis Ende, von der Inszenierung bis zum Schnitt, das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Das deutsche Synchron ist gut geraten, die Stimmen sind in Ordnung, da muss man sich auf keine Überraschungen einlassen. Einzig die teilweise undeutliche Aussprache nervt manchmal, da musste wohl schnell gearbeitet werden.

Insgesamt ein absolut sehenswerter Film, spannungsgeladen und ohne Kritik an der Kirche, die in einem Actionfilm einfach nichts zu suchen hätte. Kritik an der christlichen Religion an sich kann man hingegen durchaus entdecken, wenn man sie sucht. Aber reine Actionfans dürfte das nicht störend auffallen, dazu ist der Charakter von Constantine einfach zu gebrochen und vielschichtig. Übrigens: es lohnt sich, den Abspann durchzuhalten, dann wird auch das letzte Geheimnis gelüftet!

Wertung:
8 von 10 Punkten, geniales Popcorn-Kino mit Hirn.

Kommentar

SESSION 9

Session 9
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INHALT:

Unter der Leitung von Gordon (Peter Mullan) soll ein Expertenteam in einer verlassenen Nervenheilanstalt Asbest beseitigen. Die klaustrophobische und düstere Atmosphäre des seit Jahren verlassenen Gebäudes schlägt jedoch schnell auf die Stimmung des Teams um. Jeder findet für sich Überbleibsel aus der Anstalt, die die Greueltaten von früher aufzeigen. Jedes dieser Fundstücke hat Einfluss auf die Beteiligten, vor allem die Tonbänder einer unter multipler Persönlichkeitsstörung leidenden Patientin scheinen die Geschehnisse zu beeinflussen.

KRITIK:

Enttäuscht wurde ich wahrlich nicht.
Dank der genialen Inszenierung ist die Atmosphäre äusserst unheimlich und dicht. SESSION 9 packt einen von der ersten Sekunde an. Und das ist gut so, denn am Ende wird man feststellen: von der Story lebt der Film letztenendes nicht wirklich. Und wer sich den Bonus ansieht, erkennt auch warum: der eigentlich gedachte Hauptplot wurde vollständig rausgeschnitten. Und in den Interviews reden die Schauspieler von Themenzusammenhängen, die im Film leider überaupt nicht (mehr) vorkommen.
Machen wir uns nichts vor: der Film, wie er jetzt ist, ist voraussehbar und verspricht zu Beginn viel mehr Mystik, als am Ende dann leider drin ist. Ich wage zu behaupten, dass, wenn ich das Drehbuch nach den ersten 45 Minuten in die Hand genommen hätte, man mit offenem Mund am Ende dagestanden hätte.

Die Regie von Brad Anderson jedoch ist astrein, benutzt zwar altbekannte Stilmittel, aber Anderson KANN das auch, im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Regisseuren, bei denen der VERSUCH steckenbleibt und ins “abkupfern” abzudriften droht. Auch besonders hervorzuheben ist das Sounddesign, sowas geiles hab ich schon lange nicht mehr gehört. Allein der Soundtrack treibt einem die Gänsehaut den Rücken hoch und lässt den Zuschauer oft genug zusammenzucken.
So hatte man dank genialem Bild und Sounddesign meist grandiose Schockeffekte und eine Spannung, die ich seit Ewigkeiten in neuen Filmen vermisst habe… (negativ ist mir nur eine Szene aufgefallen, in der der junge Kerl vor der Dunkeklheit flieht: man sieht, wie es gemeint ist und es ist immer noch eine der stärksten Szenen im Film überhaupt, aber die Durchführung hätte dennoch ein wenig Feinjustierung gebrauchen können). Verstörende Bilder tun ihr übriges zum fast perfekten Gänsehautschocker.

Also Spannung pur, die einen nicht vom TV wegsehen lässt, und das ist ja schon mehr, als man sich heutzutage wünschen kann. Da ändert auch das unspektakuläre und durchaus vorhersehbare Ende nichts daran.

Was stört mich denn an der Geschichte, bzw. was fehlt mir? Mal ein Beispiel:
es geht ja um Tonbandaufnahmen von einer Patientin, die unter multipler Persönlichkeitsstörung leidet. Die fünf sich in ihr befindlichen Personen werden von den Bildern her mit den nun real im stillgelegten Irrenhaus befindlichen Handwerkern verglichen. Leider nur vom Bild und nicht von der Story her. Achtung - KEIN Spoiler! Aus dem Bonus-Material ergibt sich, dass diese Patientin noch im Institut umhergeistert, ob real oder als Geist, keine Ahnung. Ich vermute, dass man geplant hatte, den Plot so zu gestalten, dass die Handwerker den fünf Personen entsprechen, und sie sich nun befreit, indem sie diese fünf Personen wie auch immer tötet. Dieser Plot ist vollkommen fallen gelassen worden, zugunsten eines weitaus langweiligeren und nichtssagenden Plot, den man nur so verstehen kann, dass das Haus selbst und die Greueltaten, die darin (auch in Wirklichkeit) passiert sind, die Protagonisten beeinflussen. Sitzung Nummer 9 hat im Grunde keine tiefergehende Bedeutung mehr, und der Versuch, am Ende noch ein wenig Verwirrung um den Täter reinzubringen, wirkt leider hölzern. ABER wie gesagt, das fügt dem Film im Grunde keinen Schaden zu, er ist mit das Spannenste der letzten Jahre. Wenn ich mir aber vorstelle, wie gut das “Simon sagt”-Thema, das noch vorhanden ist, mit dem ursprünglichen Plot harmoniert hätte, ärgert es, dass aus welchen Gründen auch immer ein Film verändert wurde, der der stärkste Schocker des Jahrzehnts hätte werden können.

Die Schauspieler spielen grandios, und seit langem seh ich (vor allem bei dem jungen Kerl, der eine Phobie vor der Dunkelheit hat) sogar mal wieder eine ausserordentliche Leistung im Synchron. Hervorzuheben ist noch, dass ausser ein paar standbildartigen Aufnahmen einer Ehefrau kein weibliches Wesen vorkommt - Filme ohne Frauen, sowas gab es bisher eigentlich nur in knallharten (und deshalb so beliebten) Western. Ehrlich, nachdem ich vor ein paar Tagen “The Texas Chainsaw Massacre” im Original gesehen habe, war ich direkt erleichtert, nicht schon wieder irrwitziges Frauengekreische hören zu müssen.

Geheimtip? ALLERDINGS! Dieser Film ist zwar ein waschechter FSK16er, aber lieber weniger Blut und dafür mehr Gänsehaut, als umgekehrt.

Ich hoffe auf einen Directors Cut, in dem der alte Plot wieder aufgenommen wird. Aber auch so darf dieser Film in keiner DVD-Sammlung fehlen, in der sich Horror-Thriller befinden.

Bewertung:

Regie: 9 von 10
Buch: 6 von 10
Kamera: 9 von 10
Sound: 7 von 10
Insgesamt: trotz der Story-technischen Mängel 8 von 10 Punkten.

Nachtrag [10.07.2006]: Ich hab mir heute den Film nochmal auf einem Surround-System angesehen und setze die Sound-Bewertung herunter (von 10 auf 7). Der Sound ist zwar astrein, aber auf Dauer sind die immer gleichen Effekte und das ständige Subwoofer-Brummen doch nervtötend…

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HALLOWEEN 6

Halloween 6 - Der Fluch des Michael Myers
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Inhalt:
(Entstehungsjahr 1995) Sechs Jahre ist es her, dass Michael von der geheimnisvollen, schwarz gekleideten Person aus dem Gefängnis befreit wurde. Jamie wurde zwischenzeitlich verschleppt und und wurde schwanger – allem Anschein nach von Michael.
Jamie flieht mit ihrem Baby und hat nun wieder Michael im Rücken, der natürlich das Kind zurück haben will, mit dem eine Sekte wohl noch was vor hat.
In Haddonfield, bewohnt mittlerweile die Familie Strode das Myers-Haus bewohnt. Dessen Sohn Danny wird schon vom „Boogey-Man“, dem schwarzen Mann, bedrängt, als auch Michael wieder zuschlägt. Dr. Loomis und Tommy Doyle, eines der überlebenden Kinder aus Teil 1, warten aber auch schon in Haddonfield, um dem Schrecken mit dem Namen Michael Myers endlich ein Ende zu setzen.

Kritik:
Dieser Film hätte tatsächlich ein würdiges Ende sein können. Wären die letzten Szenen nicht ein wenig zu sehr gehetzt. Größtenteils glaubwürdig wird in diesem Teil soviel über Michaels Geschichte verraten, wie in keinem Teil zuvor. Dass Dr. Loomis (Donald Pleasence in seiner vorletzten Rolle, in den End-Credits wird „Halloween 6“ schon seinem Andenken gewidmet) nach 6 Jahren keinerlei Verbrennungswunden mehr vorweist ist ein Fehler, den man aber gerne vergisst. Vom schauspielerischen leben alle wieder durch seine Anwesenheit auf. Actionreich und blutig wie nie ist der sechste Teil, und nachdem man ja weiß, dass es noch zwei weitere Teile gibt, kann man sich auch diesmal kaum zurück halten, nicht gleich den nächsten Teil nachzuschieben.
Dennoch glaube ich, dass dieser Teil tatsächlich als letzter Teil geplant gewesen ist, trotz des etwas unklaren Ende.

9 von 10 Punkten.

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