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VON LÖWEN UND LÄMMERN (2007)

Diese Rezension wurde mir von dot-friends.com ermöglicht, welche mir eine Freikarte zum Premierentag spendiert haben. Vielen Dank.

“Ich könnte mir gut vorstellen, in Deutschland zu leben. Es gibt hier einfach die intelligenteren und besser informierten Menschen.”

Sinngemäß sagte Robert Redford diesen Satz vor ein paar Tagen in einem Interview, in dem er auch ankündigte seine Freundin aus Hamburg zu heiraten. Da läuteten schon die Glocken für diejenigen, die den Film “Von Löwen und Lämmern” bisher noch nicht in einer Preview gesehen haben. Wer genau aufgepasst hat, wusste, dass ihn eine Abrechnung erwarten würde: eine Abrechnung mit dem amerikanischen Volk, mit der amerikanischen Presse… mit der amerikanischen Politik und dem immer noch amtierenden Präsidenten.

Was man aber tatsächlich durchleben würde, wenn man in diesen Film geht, das konnte niemand ahnen. Vorbei an den Menschenmassen, die im CineMaXX München gerade in das KINO2 gingen und sich “Lissy und der wilde Kaiser” angeschaut haben, konnte man gemütlich in das wesentlich kleinere KINO1 gehen und gespannt darauf warten, ob “Von Löwen und Lämmern” die Erwartungen einhält – wenn man überhaupt mit Erwartungen rein gegangen ist. Wahrlich: ein Blockbuster ist der Film nicht gerade. Kann er auch nicht sein, dazu wird er zu sehr in die Tiefe gehen. Inhaltliche Tiefe und Breitenwirksamkeit vertragen sich nun mal nicht.

Und so wirkt die Klientel etwas irritierend: rechts neben mir zwei Frauen, Mitte bis Ende 40, die sich gerne mal mit zwei Becks-Flaschen laut klirrend zuprosten und schmachtend jede einzelne Redford-Szene herbei sehnen – zum Glück haben die keine Fernbedienung. Hinter mir ein paar Pärchen, deren weibliche Parts kurz vor dem Film noch versuchen herauszufinden, was sie sich denn anschauen: “Was ist das denn nun? Ne Liebesschnulze oder ein Actioner?” – nur um erstaunt festzustellen, dass da ja tatsächlich auch Tom Cruise mitspielt. Die informiertesten und interessiertesten Zuschauer sitzen wohl links von mir: Anfang bis Mitte 20, männlich, und mehr als nur an einem spannenden Abend interessiert. Amerika – du bist wahrlich nicht allein.

Dieser Film wird wohl eher keine Oskars bekommen – dazu sitzen wahrscheinlich zu viele Schisser in der Oskar-Jury. Aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.

 

INHALT

Im Grunde handelt es sich um einen Realtime-Episodenfilm. Es werden 90 Minuten eines Vormittags beschrieben, aus drei verschiedenen Warten die ineinander verwoben werden.

Eine Journalistin, Janine Roth (Meryl Streep), wird zu Senator Jasper Irving (Tom Cruise) gerufen. Sie hat ihn in der Vergangenheit als DIE politische Zukunft hingestellt, weswegen er ihr alle Unterstützung zukommen lassen würde. Sie wird erkennen müssen, dass er sie wieder mal als politisches Instrument benutzen will: “Sie haben den Krieg verkauft, und jetzt verkaufen Sie mit mir bitte auch die Lösung.”

Dr. Stephen Malley (Robert Redford) ruft einen Studenten, Todd (Andrew Garfield) zu sich, in den er zwar große Hoffnung gesetzt hat, der sich aber nach seinem anfänglichen Enthusiasmus vom süßen Studentenleben der Reichen hat verleiten lassen. Zwischen den beiden entbrennt eine Diskussion über die Möglichkeiten des normalen Volkes, sich gegen die Politik zu wehren. Hierzu erzählt Dr. Malley die Geschichte zweier seiner ehemaligen Studenten: Ernest und Arian. Diese beiden haben für sich als einzige Möglichkeit, sich in die Gesellschaft einzubringen und etwas zu bewirken, gesehen, sich freiwillig zum Wehrdienst zu melden – mit einer tatsächlich einsichtigen Begründung.

In der dritten Episode sieht man die Folgen, die Ernest und Arian als Soldaten durch ihre Entscheidung tragen müssen. Sie führen gerade die “neuen” militärischen Ideen, die Senator Irving der Journalistin Roth erläutert, aus. Die “neue” Idee ist eine alte: anstatt große Mengen von Soldaten in den Krieg zu schicken, werden kleine Platoons auf strategisch wichtige Bereiche gesetzt, um den Feind zu vernichten. Das hat man schon im Vietnam-Krieg versucht, und schon damals hat es nicht geklappt.

 

KRITIK

Robert Redford hat dem Zuschauer tatsächlich etwas zu sagen. Und er tritt einigen Leuten gehörig in den Arsch. Zuallererst mir, der ich doch ebenfalls gerne über die Politik schimpfe. Aber was bringt das schimpfen, wenn man selbst nichts tut? Schließlich kriegt die amerikanische Regierung ihr Fett weg: “Was haben wir die letzten sechs Jahre im Irak-Krieg getan? Im zweiten Weltkrieg haben wir keine fünf Jahre gebraucht.” Und selbst der für die Politik stehende Senator gibt zu, dass Fehler gemacht wurden. Für ihn zählt aber nur, den Terror zu besiegen: koste es was es wolle. Die Anzahl der Toten, die Kosten, alles irrelevant. Zuletzt bekommen die Medien noch einen vor den Latz: die Fakten und die Wahrheit waren immer da, man musste nur hinschauen. Und dennoch stellten sich die Medien in den Dienst der Politik, sendete rosarot verpackt den Krieg und seine Rechtfertigungen.
So nebenbei kommen noch eine ganze Menge Themen auf den Tisch, wie die Verantwortung der Universitäten im Sozialkompetenz-Bereich, ein Thema dass sich Deutschland mal zu Gemüte führen sollte – nicht obwohl, sondern gerade weil sich hier unverständlicherweise seit einigen Wochen noch mehr Unis als ELITE-Unis verkaufen dürfen…
Es werden so viele Themen aufgegriffen, manchmal nur mit einem Nebensatz, dass eine Besprechung derselben keine Rezension, sondern ein Buch in Anspruch nehmen würden.

Aber Redford hat nicht nur was zu sagen – er will auch verstanden werden. Man hat in diesem Film ein Mittel eingesetzt, das so ungewöhnlich für die deutschen Sehgewohnheiten ist, dass jeder Zuschauer erst einmal fasziniert drauf glotzt und nur selten im ersten Moment den Inhalt wahrnimmt: nahezu jedes Dokument, jeder Zeitungsausschnitt, alles Wichtige mit Buchstaben ist eingedeutscht. Ich meine damit keine Untertitel, oder nachgedrehte Standbilder. Im laufenden Film sieht man Briefe, Zeitungen, Akten und Overheadfolien mit deutschem Text, fast immer perfekt im Film integriert, als sei es so gedreht worden. Eine sinnvolle Idee, wird der Zuschauer so doch nach einer Eingewöhnungsphase nicht durch Untertitel abgelenkt – so wurde es vor Jahrzehnten im Schwarz-weiss-Film schon mal gemacht, allerdings eben mit in Deutschland nachgedrehtem Material. Ich bin jetzt schon gespannt, ob sich dieser Aufwand auf der DVD wiederfinden wird.
Bei solchen Kleinigkeiten erkennt man jedoch, wie genau sich Redford als Regisseur überlegt hat, wie er den, in seiner Drehplanstruktur als Low-Budget oder zumindest Independent ausgelegten Film möglichst wirksam präsentiert. Eben z.B. mit einem solchen wirklich faszinierenden Effekt, für den Industrial Light and Magic Zeichnung trägt. Nachdem man im Nachspann noch sieht, dass auch Skywalker Sound mitgearbeitet hat, ist klar, dass George Lucas, seines Zeichen Independent Filmer und bekennender Bush-Gegner, in diesen Bereichen mitgeholfen hat.
Schließlich wurde noch ein wenig Action eingefügt, die die etwas langen Dialogszenen auflockert und ein Cast aufgezogen, der jeden aufhorchen lassen muss: Robert Redford selbst stellt sich Meryl Streep und seinen guten Freund Tom Cruise an die Seite, der sicherlich nicht nur wegen seiner Nähe zur Scientology in diesem Bush-kritisierenden Film mitspielt. Haben Redford und Streep ihre Schäfchen längst im Trockenen und können sich sicher sein, dass es ihnen egal sein darf, was Zuschauer und Produzenten denken, so hat Cruise sicherlich noch einige Jahre vor sich, die er als Schauspieler verbringen will – auch wenn er es wohl am allerwenigsten finanziell notwendig hat. Und da braucht es schon eine ganze Menge Mut, sich vor die Kamera zu stellen, und der Politik sowie ca. 70% der amerikanischen Gesellschaft vor die Haustür zu scheißen. Alle Achtung, Mr. Cruise.

Dieser Film ist politisch und gesellschaftlich gesehen sicherlich der wichtigste Film der letzten 30 Jahre – vermutlich auch der nächsten 30 Jahre, denn Hoffnung hege ich nicht wirklich, dass dieses positive Beispiel Schule macht. Genau so wollten alle politisch interessierten Filmemacher seit den 70ern ihre Meinung kund tun – erst Robert Redford hat gezeigt, wie man es richtig macht.

10 von 10 Punkten – eine höhere Wertung ist leider nicht möglich. Dieser Film verbindet Sozialkritik, spannungsgeladene Action und dramatisches Schicksal in einem Polit-Kammerspiel der Extra-Klasse. Dies ist wohl der beste Polit-Thriller und der aufwühlenste Film, den ich je gesehen habe.

Kommentar

James Bond 007: CASINO ROYAL

Inhalt
Bond soll den Terroristen-Banker „Le Chiffre“ dazu bringen, zu den Engländern überzulaufen und diese mit Informationen zu versorgen, indem er ihn bei einem Pokerturnier ruiniert. Bond gerät bei seinem ersten großen Auftrag aber in einen Strudel von Gewalt und wird von Le Chiffre mit Anschlägen überhäuft.

Zum Film allgemein
„Casino Royale führt in die Vergangenheit von James Bond und erfindet den Agentenmythos neu.“ Dieser Satz aus dem Kinoprogramm der MaxX-Kinos (die mir, nebenbei bemerkt, im Gegensatz zu anderen Münchner Kinos endlich mal ein Kino-Erlebnis geboten haben, wie ich es mir wünsche) stimmt leider nur zur Hälfte. Tatsächlich wird James Bond mit „Casino Royale“ neu erfunden, in die Vergangenheit führt der Film allerdings nicht – zum Leidwesen der Wenigen, die James Bond auch immer als Romanfigur sehen. Aber dazu später mehr.

Aufgrund dieses außergewöhnlichen Bond-Filmes, der so gar nicht in die bisherige Bond-Reihe passen will, muss diese Review einen ganz anderen Weg gehen, als es bisher bei Bond-Filmen der Fall war. Ich werde zuerst ganz allgemein auf den Film eingehen. Danach werde ich beleuchten, ob das Versprechen, diesen Bond-Film literarischer zu gestalten, erfüllt wurde, und schließlich werde ich die Kardinalfrage von „Casino Royal“ aufgreifen: ist Daniel Craig ein guter James Bond – besser gesagt, ist er überhaupt ein James Bond?

Als ich das erste Mal erfuhr, dass „Casino Royale“ nun doch als echter Bond-Film produziert wird (was alleine schon eine Gefahr darstellte, weil aus diesem Stoff schon in den 60ern eine grandiose Komödie gemacht wurde), war mir klar, dass die Bond-Reihe eine neue Wendung nehmen musste: zu bedeutend ist der erste Bond-Roman, als dass man, wie so oft, einfach nur den Titel und ein paar Hauptfiguren eines Romans von Ian Fleming nehmen kann und daraus dann einen Action-Film strickt.

Was für einen Film erwartet den Zuschauer: nun, zuerst einmal ein wirklich grandioser Action-Film, das war klar. Dass man aufgrund des letzten offiziellen Trailers dennoch mit falschen Erwartungen ins Kino geht und ein modernes Screendesign mit 3D-Kamerafahrten und „The Transporter“-mässigem Bildaufbau erwartet, ist nicht die Schuld der Zuschauerschaft, sondern der Produzenten, die mit dem erwähnten letzten Trailer eine falsche Erwartung geschaffen haben. So was kann man getrost auch Mogelpackung nennen. Aber egal. Das merkt man eh erst, wenn es quasi zu spät ist und man von den wirklich einzigartigen Parkour-Action-Sequenzen und der überraschend brutalen Ausstrahlung Craigs überrumpelt wurde.

Die ersten 60 Minuten des über 2 Stunden und 20 Minuten dauernden neuen Bond-Films sind Action pur. Mit einem der coolsten Bonds, den wir bisher kennen gelernt haben. Da wird in schwindelnder Höhe auch mal eine Handfeuerwaffe, die Bond aus dem Gleichgewicht bringen soll, einfach so aufgefangen und zurück geworfen. Ein wenig Hulk-Action bringt Komik auf, wenn Bond einfach so durch eine Wand durchbricht.
Action eben  – Action vom Feinsten. Und eben genau das, wogegen Pierce Brosnan und die letzten Bond-Filme angekämpft haben. Da befürchtete man schon, dass man wieder in die Bond-Machart von vor 15 Jahren zurück versetzt wird, in der einzig Action zählte und weder Figurenentwicklung noch der Agenten-Film-Charme der 60er, der Bond-Filme von Anfang an, vor allem die mit Sean Connery, auszeichnete, zum Zuge kommen. Aber weit gefehlt.

Ab dem Moment, in dem man mit dem frisch zur Doppel-Null rekrutierten Bond nach Nassau fährt, um gegen Le Chiffre im Pokerturnier zu gewinnen, wird aus „Casino Royal“ ein waschechter Bond-Film. Die Bond-Girls sind diesmal etwas spröde und für den männlichen Zuschauer gibt es wahrlich nicht viel zu sehen. Dafür werden die Freundinnen der selben mit dem durchtrainierten Daniel Craig dafür versöhnt, dass sie in einen Action-Film geschliffen wurden, den sie eh wegen des ach so charismatischen Hauptdarstellers sehen wollten. in Punkto Sex darf der neue Bond also auf jeden Fall dazu lernen. Ob man als Zuschauer nun in jedem Bond-Film die berühmte “Ich tauche sexy aus dem Meer auf”-Szene, die auf dem ersten Bond-Film fusst und schon im letzten Brosnan-Bond mit Halle Berry so erwartungsvoll in Szene gesetzt wurde, erwarten darf, werden wir noch sehen.

Was man dafür als wahrer Bond-Fan aber zu Hauf bekommt, sind Casino-Szenen, mit die besten, die es je in einem Bond-Film zu sehen gab, echte Agenten-Szenen jenseits der Popcorn-Action bis hin zu einer (gerade in Hinblick auf aktuelle Nachrichten brisante) Vergiftungsszene (eine der spannensten überhaupt im Film). Wie in klassischen Bond-Filmen üblich, gerät Bond in die Fänge des Bösewichts, gerät in schlimmste Gefahr (und in die härteste Folterszene, die ich in einem Film ab 12 je gesehen habe), und kann sich gegen Ende natürlich daraus befreien, sonst gäbe es ja nicht den nächsten Bond-Film.

So weit, so gut, man wird gut unterhalten in dem neusten Bond mit dem neuen Gesicht. Was ist aber mit den Versprechen, die im Vorfeld abgegeben wurden? Da wurde von einer literaturnahen Verfilmung gesprochen. Ich möchte ausführlicher darauf eingehen, da genau dies von den meisten anderen Kritikern nicht getan werden kann – einfach weil die meisten wohl noch nie einen Bond-Roman gelesen haben werden.

Zum Versprechen einer literarischen Verfilmung
Tatsache ist, dass man sich in Casino Royal tatsächlich etwas mehr aus der Ian Fleming – Vorlage bedient hat, als es in den meisten Bond-Filmen der Fall war. Aber es wurden einfach einige krasse Kardinalfehler begangen. Wie kann man nur die Anfangsgeschichte von James Bond in die Gegenwart legen? Die Agenten-Ikone des kalten Krieges in eine Zeit versetzen, die dessen Geburt in eine Zeit setzen musste, die schon nach dem Erscheinen des ersten Bond-Filmes liegen muss?
Aber genau das hat man getan. Wenn man sich die Daten auf der Webseite www.casinoroyal-derfilm.de ansieht, ist der neue Bond tatsächlich im Jahre 1968 geboren.
Von einer literarischen Verfilmung, wie man sie in „Goldfinger“, „Im Geheimdienst ihrer Majestät“, vielleicht sogar noch in „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gesehen hat, kann man sich also getrost verabschieden. Von der englischen Erziehung, die auch aus einem eiskalten Killer im Namen ihrer Majestät, der Frauen in seinem Geschäft nicht gerne sieht, auch.
Das einzige, was man dem Film zugestehen kann, ist tatsächlich, dass der Aufbau des Romans in die Neuzeit verfrachtet wurde und eben nicht nur rudimentäre Grundzüge aus dem Roman entnommen wurden wie bei den meisten anderen Bond-Filmen. Ist ja auch schon mal was.
So langsam dämmert einem, dass hier tatsächlich eine neue Ära eingeläutet wird. Man hat sich nicht getraut, zurück in die Zeit des kalten Krieges zu reisen und eben dann das daraus gemacht, was man jetzt im Kino sehen kann – eine Agenten-Geschichte, deren Brisanz nicht mehr dieselbe ist, wie die des Originalstoffes. Nur so war es auch möglich, wieder einen weiblichen „M“ zu integrieren, der ja mit Pierce Brosnan eingeführt wurde, weil der Chef des MI6 auch in Wirklichkeit mittlerweile eine Frau ist. Wurde Pierce Brosnan in seinem ersten Bond-Film noch als Relikt aus dem kalten Krieg beschimpft, hören sich die Schimpfattacken der Chefin heute ganz anders an: „Früher hatten Agenten, die so einen Mist gebaut haben, zumindest den Anstand, überzulaufen. Meine Güte, wie ich den kalten Krieg vermisse.“

Spätestens nach diesem Satz müsste man eigentlich verstehen, dass einen etwas vollkommen Neues erwartet, was auch einen neuen Charakter der Bond-Figur rechtfertigt  - nicht bedingt, wohlgemerkt, aber durchaus rechtfertigt.

Der Drehbuchautor hat diesen Weg eingeschlagen – ist man verstockt als Bond-Fan, kann man resignieren und alles, was ab jetzt ins Bond-Kino kommt ad acta legen.

Man kann dem neuen Weg aber auch folgen - und wenn man dies tut, wird es auch interessant.

Auch wenn mir der traditionelle Bond-Charakter besser gefallen hat, in diesem neuen Setup macht der neue Bond durchaus Sinn: es ist kein charmanter, harter aber gut erzogener Bond mehr, den man da im Kino sieht.
Es ist ein rotzfrecher, neuer Bond, der sich gegen seine eigene Gesellschaft stellt und eben am Beginn seiner Doppel-Null-Karriere mit Anfang 30 steht. Mich hat sehr lange gestört, dass ein solcher Charakter von einem Schauspieler verkörpert wird, der locker wie Mitte 40 aussieht – geht man aber davon aus, dass Männer, die viel mit Krieg zu tun haben, schneller altern, passt das sogar.

Eine andere Sache passt aber nicht: mit Anfang 30 lässt sich ein Mann nicht mehr stylistisch so locker erziehen, wie es der Craig-Bond in Casino Royal mit sich machen lässt. Bond-Girl Vesper ist mehr Bond als Bond selbst, was wohl ebenfalls beabsichtigt ist - sie soll Bond wohl in seine eigentliche Richtung schubsen. Und wird es durch die tragische Wendung in der Geschichte auch irgendwann schaffen - wenn auch nicht in diesem Teil der neuen Bond-Reihe.
Würde da ein Mann Mitte 20 sitzen, würde der gesamte Charakter verständlicher wirken: da würden seine Regelverletzungen, sein impulsives und einseitiges Sexleben, seine noch nicht sehr weit entwickelte Persönlichkeit Sinn machen. Da würde man es auch gleich genießen können, mitzuerleben wie er sich von anderen abschaut, wie er sich zukünftig vorstellt, wie er seinen eigenen Cocktail erfindet (nicht den Wodka Martini, sondern den „James Bond“), wie er (nicht durch eine Frau, wie man immer wieder gelesen hat, sondern eben durch Erfahrung) zu dem Mann wird, den wir kennen. Trotzdem fehlt auch gegen Ende dem neuen Bond die englische Erziehung, der Gentleman, der zu Bond gehört wie der Smoking. Auch das ist aber gewollt, das merkt man schon an seiner ersten Martini Bestellung: „Einen Wodka Martini bitte.“ – „Geschüttelt oder gerührt?“ – „Sehe ich aus wie ein Mann, den das interessiert?“.
Man kann so einen Satz als Ketzerei gegen Bond sehen – man kann aber auch lachen und ein Tränchen für den alten Charakter verdrücken, den man wohl nie wieder sehen wird. Aber man hatte ihn ja auch 20 Filme lang.

Daniel Craig als James Bond 
Was habe ich, als Daniel Craig als Bond-Darsteller genannt wurde, nicht mitgeschimpft. Wie, bitte schön, soll so eine blonde Gesichtsbaracke (tschuldigung, aber stimmt doch) bitte einen smarten Bond abgeben???
Die Antwort ist einfach: GAR NICHT! Bond ist nicht mehr smart – oder noch nicht, man weiß ja nicht, was im nächsten Bond-Film, der für Ende 2008 angekündigt ist, so kommt, und wie sich der Bond-Charakter darin weiter entwickelt.
Eines ist Daniel Craig ganz sicher nicht: vergleichbar mit irgendeinem der bisherigen Bond-Darsteller, und genau das war wohl auch beabsichtigt.
Wenn Daniel Craig sagt, er hofft, er ist dabei beim nächsten Bond-Film, denn sie hätten etwas Neues begonnen, und er wäre gerne bei dieser Entwicklung dabei, kann ich ihm nur zustimmen. Nachdem dieser waghalsige Schritt gemacht wurde und nun mal etwas Neues begonnen wurde, sollte Craig auch die Figur, die am Ende von Casino Royal noch weit entfernt aber auf dem Weg zu unserem bekannten Bond ist, weiter mitgestalten dürfen. Denn eines ist ganz klar: Craig ist ein hervorragender Schauspieler, sieht in Action-Szenen verdammt gut aus, und wirkt auf Frauen - warum auch immer… ;-) . Und das sind nun mal die wichtigsten Voraussetzungen für einen Bond-Darsteller. Dass er in Casino Royal nicht den klassischen, smarten Bond geben durfte, ist nicht seine Schuld. Ich bin mittlerweile überzeugt, er hätte das gekonnt, wenn die Drehbuchautoren ihn gelassen hätten.

Fazit:
Wer sich auf das neue Bond-Experiment einlässt, wird hervorragend unterhalten. Daniel Craig erfüllt vielleicht nicht die Erwartungen der wahren Bond-Fans, aber das konnte er durch das Drehbuch, welches neue Wege einschlägt, auch nicht. Das offene Ende von Casino Royal macht jedenfalls neugierig auf die weitere Entwicklung.

Bewertung:
8 von 10 Punkten
: es ist ein guter Action-Film, ein echter Bond-Film und für den Mut der Produzenten, einen solchen verrückten Schritt eines absoluten Neuanfangs zu wagen gibt es von mir einen Extrapunkt.

PS:
Ich glaube, ich habe einen Cameo-Auftritt von Sean Connery entdeckt! Als Daniel Craig das Rezept seines ganz eigenen Martinis aufsagt gibt es einen Sekundenbruchteil einen Schnitt zu einem Casinobesucher, der sagt: „So einen will ich auch!“. Ich glaube, dass dies der junge Sean Connery war. Wer demnächst ins Kino geht und den Film anschaut, möge bitte mal darauf achten, ob ich mich da nicht doch getäuscht habe.

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Der Hexentöter von Blackmoor (1969)

Inhalt:
1685 in England: Durch grausame Folterungen und Hexenverbrennungen will der Lordrichter Jeffreys (Christopher Lee) die Herrschaft von König James II. festigen. Auch die hübsche Mary Grey (Maria Rohm), Braut des Grafen von Wessex, soll als Hexe verbrannt werden…

Kritik:
Eine deutsch, italienisch, spanisch, englische Co-Produktion unter der Regie von Jesus Franko. Ich habe der Laufzeit nach offensichtlich die um 6 Minuten gekürzte Fassung gesehen. Aber WAS das gekürzt worden sein soll weiss ich wirklich nicht. Der Film stammt aus dem Jahre 1969 und ist dafür zum einen äusserst freizügig (blanke Brüste und ordentliche Schambehaarung hat man gern gezeigt in diesem Film), zum anderen sehr blutrünstig. Die Hexenfoltern werden sehr bltuig und freizügig dargestellt, auch in der cut-Fassung. Trotzdem werde ich mir wohl irgendwann mal die österreichische DVD von diesem Film zulegen, denn anscheinend wird der Film auch im Pay-TV nicht mehr ungeschnitten gezeigt.

Chris Lee gibt einen sehr bösartigen Richter ab, aber dennoch nicht sadistisch, es gehört zum Charakter, dass der Richter weder den Foltern noch den Hinrichtungen beiwohnt. Erwähnenswert ist noch der Gastauftritt von Maria Schell, die eine blinde Seherin gibt. Leider war es wirklich nur ein Gastauftritt, mehr al einen Drehtag dürfte sie nicht gehabt haben. Sehr schade, denn die junge Maria Schell war schon richtig gut und intensiv.

Der Film an sich ist sehr spannend gehalten und könnte durchaus mit englischen Horror-Produktionen aus selbiger Zeit Schritt halten… wären da nicht die 20 Minuten in der Mitte, die plötzlich Schlachten in geschichtlichem Epos zeigen, die mit der Geschichte zwar was zu tun haben, aber im Grunde nur den Film strecken sollten, der von der Story wohl nicht mehr her gab (er hätte durchaus mehr hergegeben, aber naja…).

Es ist wohl ein waschechter Franko-Film, sehr blutig, sehr intensiv, die Nachwirkung hält sich aber in Genzen. Wer, wie ich, gerne Christopher Lee sieht, für den ist der Film ein Muss, klar. Die Folterszenen spalten meine Meinung: sind sie so gut, wei sie gut inszeniert sind, oder ist das so eine Art “Schaulustiger”-Effekt dabei, wenn einem Szenen gefallen, in denen blutüberströhmte, halbnackte Frauenkörper mit glühenden Eisen gequält werden? Ich weiss es nicht, in jedem Fall haben vor allem diese Szenen Wirkung auf mich als Zuschauer hinterlassen. Da wundert es fast, dass eine erzwungene Liebesnacht so glimpflich n Szene gesetzt wird. Mehr als die spinnenartigen Hände von Christopher Lee und das verzweifelte Gesicht des Opfers ist eigentlich nicht zu sehen. Dass die Szene so viel intensiver rüberkommt ist klar… ob allerdings da nicht der Gentleman Christopher Lee sagte, dass er soweit geht und nicht weiter, da wär ich mir nicht so sicher.

7 von 10 Punkten, ein solider, im Grunde eindrucksvoller Film, der seltsamerweise keinen Nachall bei mir hinterlässt.

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FANATIC - Das düstere Haus (1964)

Das düstere Haus
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Inhalt:
Die junge Pat Carroll (Stefanie Powers) ist zwar schon neu verliebt, kommt aber noch nicht so ganz über den Tod ihres Verlobten Steven hinweg. Hierzu möchte sie dessen Mutter besuchen. Zu spät bemerkt sie, dass die alte Mrs. Trefoile (Tallulah Bankhead) religiösem Fanatismus verfallen ist: sie will Pat und Steven im Jenseits miteinander vereinen, wofür sie auch nicht davor zurück schreckt, Pat einzusperren und zu ihrer „Pflicht“ zu zwingen.

Kritik:
Der Film ist auf DVD von SONY erhältlich, wird momentan aber auch immer wieder mal auf Premiere Nostalgie ausgestrahlt.
Es ist ein in der Moderne spielender Film aus der Hammer-Studio-Schmiede, die einzigen Gothic-Elemente finden sich im alten Haus. Es ist auch weniger ein Horror-Film, als vielmehr ein knallharter Psycho-Schocker – kein Wunder, der Drehbuchautor ist kein geringerer als Richard Matheson, der für „The twilight Zone“ geschrieben hat, Bücher von Edgar Allen Poe für Roger Corman in treibende Drehbücher verwandelte, das Drehbuch zu Stephen Spielbergs erstem Film „Duell“ schrieb und unter anderem die Kurzgeschichten „The incredible shrinking Man“ oder „I am a Legend“ schrieb: zweitere wurde zweimal verfilmt unter den Titeln „The Omega-Man“ und „The Last Man on Earth“. Dieser kleine Auszug mag verdeutlichen, was einen bei „Fanatic“ erwartet: Psycho-Grusel pur, der ohne Schockelemente unter die Haut geht.
Unsere Stephanie Power (mittlerweile eher bekannt aus „Hart aber Herzlich“) stellt eine starke Frau dar, die nicht aufgibt und kann sich quasi direkt in die Hirne des Zuschauers spielen. Tallulah Bankhead spielt die religiöse Fanatikerin dermaßen diabolisch, dass man vor dieser Frau einfach nur Angst bekommen kann. Schließlich kann man den noch jungen Donald Sutherland in einer Rolle als geistig behinderten sehen – schon damals musste man geahnt haben, was für ein großartiger junger Schauspieler da bei Hammer seine Karriere beginnt.
Ein perfekter Spannungsbogen verteilt sich über den Film und wird durch die für Hammer übliche gute Ausstattung des Films unterstützt. Kein typischer Hammer-Film, wie man ihn sich vorstellt (mit Hammer-Filmen, die in der Moderne spielen, kann man oftmals so seine Probleme haben), aber sicherlich einer der besten Hammer-Filme überhaupt.
Dass der deutsche Titel „Das düstere Haus“ lautet, mag an einer Komödie von Hammer mit einem ähnlichen Titel liegen, die zwei Jahre vorher erfolgreich lief… na ja, unter der deutschen Namensgebung leiden viele Hammer-Filme, da kann man froh sein, dass in den 70er Jahren aus „Dracula AD 1972“ nicht „Dracula vs. Django“ gemacht wurde. ;-)

Insgesamt ein Film, den niemand verpasst haben sollte, und wieder mal ein Film, der nicht nur von Hammer-Fans geschätzt werden sollte.

9 von 10 Punkten, dafür, dass meine Nerven wieder mal auf eine harte Probe gestellt wurden.

Kommentar

CONSTANTINE

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Inhalt:
John Constantine (Keanu Reeves) ist im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hölle gegangen. Schon als Kind hatte er die Gabe mitbekommen, Dämonen, die unter den Menschen wandeln, erkennen zu können. Seine Eltern und Ärzte schickten ihn solange durch die Psychiatrien, bis er Selbstmord begehen wollte und für zwei Minuten tot war. Zwei Minuten, die er aufgrund seiner Todsünde in der Hölle verbrachte – zwei Minuten, die solange dauern wie ein normales Leben. Seitdem versucht er sich von seiner Sünde reinzuwaschen, indem er Dämonen jagt und Exorcismen ausführt. Doch die Zeit wird knapp, er ist an Lungenkrebs im Endstadium erkrankt. Für ihn gilt es, endlich zu erkennen, was seine wirkliche Bestimmung ist. Er nimmt seinen letzten Fall an, als ihn eines Tages Angela Dodson (Rachel Weisz) kontaktiert, der er bei der Klärung des Todes ihrer Zwillingsschwester Isabel helfen soll, welche sich vom Dach der Nervenheilanstalt stürzte, in der sie einsaß. Zudem brechen immer mehr Dämonen in die Welt ein, was sie eigentlich nicht dürften. Es wird Zeit, die Regeln, denen die Welt, der Himmel und die Hölle unterliegen, ein klein wenig zu brechen.

Kritik:
Lange habe ich mich von diesem Film ferngehalten. Zu sehr wurde in der Werbung zu diesem Film darauf hingewiesen, dass er von den Matrix-Machern sei. Und nach den letzten beiden Matrix-Teilen hatte ich wahrlich keine Lust mehr auf einen Film mit undurchsichtiger Pseudo-Handlung und überladenen Effekten. Was für ein Fehler.
Natürlich kann man sich auf die Effekte in diesem Film freuen, sie sind aber keineswegs überladen oder deplaziert. Sie passen, von Anfang bis Ende, sie sind in die Story integriert und nicht einfach nur draufgeklatscht worden.
Ja, es gibt eine Story. Und was für eine. Sie ist logisch, passt zur westlichen Mystik und nimmt sich keine Freiheiten, die die Handlung irgendwie hinbiegen sollen. Die Höllenszenen sind genial gemacht und treiben einem teilweise wirklich Angst ein. Keanu Reeves füllt seine Rolle perfekt aus, und es kein wirklicher Grund da, zwischendrin an Neo zu denken.
Der Film passt, von Anfang bis Ende, von der Inszenierung bis zum Schnitt, das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Das deutsche Synchron ist gut geraten, die Stimmen sind in Ordnung, da muss man sich auf keine Überraschungen einlassen. Einzig die teilweise undeutliche Aussprache nervt manchmal, da musste wohl schnell gearbeitet werden.

Insgesamt ein absolut sehenswerter Film, spannungsgeladen und ohne Kritik an der Kirche, die in einem Actionfilm einfach nichts zu suchen hätte. Kritik an der christlichen Religion an sich kann man hingegen durchaus entdecken, wenn man sie sucht. Aber reine Actionfans dürfte das nicht störend auffallen, dazu ist der Charakter von Constantine einfach zu gebrochen und vielschichtig. Übrigens: es lohnt sich, den Abspann durchzuhalten, dann wird auch das letzte Geheimnis gelüftet!

Wertung:
8 von 10 Punkten, geniales Popcorn-Kino mit Hirn.

Kommentar

SESSION 9

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INHALT:

Unter der Leitung von Gordon (Peter Mullan) soll ein Expertenteam in einer verlassenen Nervenheilanstalt Asbest beseitigen. Die klaustrophobische und düstere Atmosphäre des seit Jahren verlassenen Gebäudes schlägt jedoch schnell auf die Stimmung des Teams um. Jeder findet für sich Überbleibsel aus der Anstalt, die die Greueltaten von früher aufzeigen. Jedes dieser Fundstücke hat Einfluss auf die Beteiligten, vor allem die Tonbänder einer unter multipler Persönlichkeitsstörung leidenden Patientin scheinen die Geschehnisse zu beeinflussen.

KRITIK:

Enttäuscht wurde ich wahrlich nicht.
Dank der genialen Inszenierung ist die Atmosphäre äusserst unheimlich und dicht. SESSION 9 packt einen von der ersten Sekunde an. Und das ist gut so, denn am Ende wird man feststellen: von der Story lebt der Film letztenendes nicht wirklich. Und wer sich den Bonus ansieht, erkennt auch warum: der eigentlich gedachte Hauptplot wurde vollständig rausgeschnitten. Und in den Interviews reden die Schauspieler von Themenzusammenhängen, die im Film leider überaupt nicht (mehr) vorkommen.
Machen wir uns nichts vor: der Film, wie er jetzt ist, ist voraussehbar und verspricht zu Beginn viel mehr Mystik, als am Ende dann leider drin ist. Ich wage zu behaupten, dass, wenn ich das Drehbuch nach den ersten 45 Minuten in die Hand genommen hätte, man mit offenem Mund am Ende dagestanden hätte.

Die Regie von Brad Anderson jedoch ist astrein, benutzt zwar altbekannte Stilmittel, aber Anderson KANN das auch, im Gegensatz zu vielen anderen aktuellen Regisseuren, bei denen der VERSUCH steckenbleibt und ins “abkupfern” abzudriften droht. Auch besonders hervorzuheben ist das Sounddesign, sowas geiles hab ich schon lange nicht mehr gehört. Allein der Soundtrack treibt einem die Gänsehaut den Rücken hoch und lässt den Zuschauer oft genug zusammenzucken.
So hatte man dank genialem Bild und Sounddesign meist grandiose Schockeffekte und eine Spannung, die ich seit Ewigkeiten in neuen Filmen vermisst habe… (negativ ist mir nur eine Szene aufgefallen, in der der junge Kerl vor der Dunkeklheit flieht: man sieht, wie es gemeint ist und es ist immer noch eine der stärksten Szenen im Film überhaupt, aber die Durchführung hätte dennoch ein wenig Feinjustierung gebrauchen können). Verstörende Bilder tun ihr übriges zum fast perfekten Gänsehautschocker.

Also Spannung pur, die einen nicht vom TV wegsehen lässt, und das ist ja schon mehr, als man sich heutzutage wünschen kann. Da ändert auch das unspektakuläre und durchaus vorhersehbare Ende nichts daran.

Was stört mich denn an der Geschichte, bzw. was fehlt mir? Mal ein Beispiel:
es geht ja um Tonbandaufnahmen von einer Patientin, die unter multipler Persönlichkeitsstörung leidet. Die fünf sich in ihr befindlichen Personen werden von den Bildern her mit den nun real im stillgelegten Irrenhaus befindlichen Handwerkern verglichen. Leider nur vom Bild und nicht von der Story her. Achtung - KEIN Spoiler! Aus dem Bonus-Material ergibt sich, dass diese Patientin noch im Institut umhergeistert, ob real oder als Geist, keine Ahnung. Ich vermute, dass man geplant hatte, den Plot so zu gestalten, dass die Handwerker den fünf Personen entsprechen, und sie sich nun befreit, indem sie diese fünf Personen wie auch immer tötet. Dieser Plot ist vollkommen fallen gelassen worden, zugunsten eines weitaus langweiligeren und nichtssagenden Plot, den man nur so verstehen kann, dass das Haus selbst und die Greueltaten, die darin (auch in Wirklichkeit) passiert sind, die Protagonisten beeinflussen. Sitzung Nummer 9 hat im Grunde keine tiefergehende Bedeutung mehr, und der Versuch, am Ende noch ein wenig Verwirrung um den Täter reinzubringen, wirkt leider hölzern. ABER wie gesagt, das fügt dem Film im Grunde keinen Schaden zu, er ist mit das Spannenste der letzten Jahre. Wenn ich mir aber vorstelle, wie gut das “Simon sagt”-Thema, das noch vorhanden ist, mit dem ursprünglichen Plot harmoniert hätte, ärgert es, dass aus welchen Gründen auch immer ein Film verändert wurde, der der stärkste Schocker des Jahrzehnts hätte werden können.

Die Schauspieler spielen grandios, und seit langem seh ich (vor allem bei dem jungen Kerl, der eine Phobie vor der Dunkelheit hat) sogar mal wieder eine ausserordentliche Leistung im Synchron. Hervorzuheben ist noch, dass ausser ein paar standbildartigen Aufnahmen einer Ehefrau kein weibliches Wesen vorkommt - Filme ohne Frauen, sowas gab es bisher eigentlich nur in knallharten (und deshalb so beliebten) Western. Ehrlich, nachdem ich vor ein paar Tagen “The Texas Chainsaw Massacre” im Original gesehen habe, war ich direkt erleichtert, nicht schon wieder irrwitziges Frauengekreische hören zu müssen.

Geheimtip? ALLERDINGS! Dieser Film ist zwar ein waschechter FSK16er, aber lieber weniger Blut und dafür mehr Gänsehaut, als umgekehrt.

Ich hoffe auf einen Directors Cut, in dem der alte Plot wieder aufgenommen wird. Aber auch so darf dieser Film in keiner DVD-Sammlung fehlen, in der sich Horror-Thriller befinden.

Bewertung:

Regie: 9 von 10
Buch: 6 von 10
Kamera: 9 von 10
Sound: 7 von 10
Insgesamt: trotz der Story-technischen Mängel 8 von 10 Punkten.

Nachtrag [10.07.2006]: Ich hab mir heute den Film nochmal auf einem Surround-System angesehen und setze die Sound-Bewertung herunter (von 10 auf 7). Der Sound ist zwar astrein, aber auf Dauer sind die immer gleichen Effekte und das ständige Subwoofer-Brummen doch nervtötend…

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TATTOO

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Inhalt:
Der heruntergekommene Kommissar Minks holt sich einen jungen Partner an seine Seite: Marc Schrader, der gerade seinen Abschluss auf der Polizeischule gemacht hat und im Grunde eine ruhige Kugel schieben will, höchstens unterbrochen von seinen Rave- und Drogen-Exzessen.
Der erste Fall bringt den beiden eine tote, verkohlte Frau, aus deren Körper Hautstücke herausgeschnitten wurden. Als schon bald weitere Leichen auftauchen wird klar, dass es jemand auf deren Tätowierungen abgesehen hat.

Kritik:
Ein deutscher Thriller, da geht man automatisch erst mal in Fluchtstellung. Eigentlich ungerechtfertigt, denn in den letzten Jahren ist da durchaus gutes im Kino gelandet. TATTOO entstand im Jahr 2001, und wer bei dem Story-Plot an “Sieben” oder “Schweigen der Lämmer” denkt, liegt vollkommen richtig: David Fincher ist designiertes Vorbild des Regisseurs und Autors Robert Schwendtke.

Zu Beginn überrascht der Film mit gar nicht deutschen Bildern, eingetaucht in blasses, steriles grün, sorgfältig mit der Kamera aufgenommen. Die Charaktere werden stark gebrochen gezeichnet und von den Schauspielern wirklich überdurchschnittlich gut gespielt, das Filmdesign imitiert nicht den amerikanischen Film, gibt sich in der ersten halben Stunde aber auch nicht dem deutschen TATORT-Pathos hin.
Leider ändert sich das zur Mitte des Films hin. Aber da ist man noch von der Story gepackt, die wirklich faszinieren kann. Wenn man nun auch noch gegen Ende die Längen aus dem Film genommen und ein starkes Ende gefunden hätte, beziehungsweise das vorhandene Ende stark geschnitten hätte, könnte man als Zuschauer glücklich sein.
So aber findet man sich nach über 90 Minuten plötzlich in der Langatmigkeit wieder, wird gequält von zwar unerwarteten aber auch völlig sinnfreien Handlungs-Wendungen und kriegt schlussendlich ein ach-so-überraschendes offenes Ende mit dem Holzhammer um die Ohren gehauen, mit dem man den Film dann auch gleich vergessen darf. So sehr das Ende auf eine Fortsetzung setzt, so wenig wird diese realisiert werden.
Sound und Musik in dem Film sind genial: ein treibender Soundtrack und knackige, aber nicht übertriebene Soundeffekte sind auf einer Surround-Anlage eine wahre Freude.
Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die teils derben Special-Effects, wenn es um die Wunden bei den herausgeschnittenen Hautstücken oder die Darstellung der Leichen in der Pathologie geht. Da haben sogar hartgesottene Splatter-Fans sicher ihre Freude daran. Der Film wurde nicht umsonst in China als Bootleg veröffentlicht. ;-)

Fazit:
Man wird größtenteils gut unterhalten, die schauspielerische Leistung in dem Film ist gemessen an heutigen Produktionen überdurchschnittlich gut. Gegen Ende zieht sich der Film, die Story-Auflösung enttäuscht leider, was aber niemanden abhalten sollte, sich den Film bei Gelegenheit mal anzusehen.
Momentan gibt es TATTOO als Beilage in der TVMovie 4/06, mit anamorphen Bild und knackigem Sound.

6 von 10 Punkten.

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GOTHIKA

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Inhalt: Miranda Grey (Halle Berry) ist Psychologin und glücklich verheiratet mit ihrem älteren Vorgesetzten Douglas (Charles S. Dutton). Als sie eines Nachts auf der Nachhausefahrt einem Mädchen ausweichen muss, geht dieses auf Ansprache in Flammen auf und Miranda wird ohnmächtig.
Als Miranda wieder zu sich kommt, lernt sie die andere Seite ihrer Arbeit kennen: sie sitzt in ihrer eigenen Anstalt fest, als Mörder ihres Mannes und wird von ihrem Kollegen Pete (Robert Downey jr.) therapiert. Nur langsam und bruchstückhaft kommen die Erinnerungen zurück, als Miranda selbst merkt, dass sie schizoide Züge aufweist – das, oder es hat sich wirklich eine dunkle Macht auf sie gestürzt, wie es ihr von ihrer ehemaligen Patientin und jetzigen Mitinsassin Chloe (Penelope Cruz) prophezeit wurde…

Kritik: Gothika ist ein Psycho-Thriller. Nicht mehr und nicht weniger. Von der Story her gibt es da im Grunde nichts Neues zu sehen. Im Grunde, denn besonders macht diesen Film die explizite Darstellung einer psychische Krankheit. Man hat nach diesem Film eine Vorstellung von der Wahrnehmung eines schizoiden Menschen, was der Bildregie und dem schauspielerischen Können von Halle Berry zuzuschreiben ist. Wenn die Frau so weitermacht, werde ich noch ein Fan von ihr. Nach diesem Film hat man Angst, selbst einmal so hilflos da zu stehen, von Stimmen und Figuren verfolgt zu werden, und nichts dagegen unternehmen zu können. Man wird Respekt bekommen, vor den gepeinigten Menschen, die dies erdulden müssen. Und man wird sich die Frage stellen müssen, ob es tatsächlich eine Krankheit ist, oder ob da nicht doch die Möglichkeit besteht, dass die betroffenen Menschen einfach nur sensibler für außernatürliche Wahrnehmungen sind.
Das Ende des Filmes ist vorhersehbar, die sehr undurchsichtig dargestellte Rolle des grandios spielenden Robert Downey jr. wird leider nicht bis ins Ende herausgearbeitet.

Insgesamt ein wirklich sehenswerter und trotz eines Standard-Plots spannender Film, den man durchaus auch mehr als einmal anschauen kann.

Was sich mir übrigens wohl für immer verschliessen wird, ist, wie der Film zu seinem Titel kam. Der ist nämlich Grund dafür, dass ich ihn mir erst jetzt angesehen habe. Bisher dachte ich immer, das ist so ein Murks wie “Underworld” oder so… so kann man sich täuschen.

7 von 10 Punkten

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SAW 2

Saw
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Saw - Der Überraschungserfolg des Jahres 2005. Trotz einiger, für das heutige Kino recht derber, Gewaltsequenzen wurden etliche Leute ins Kino gezogen. Woher dieser plötzliche Wandel? Ein plötzlicher Trend zum brutalen Horrorkino? Nein, wohl eher die Tatsache, dass Saw neben diesen recht makaberen Szenen eine geniale, höchst spannende und beklemmende Story hat. Was schon bei “Sieben” faszinierte und anzog, brachte auch “Saw” den (zugegebenermaßen unerwarteten) Erfolg beim erwachsenen Publikum.
Nun, genau ein Jahr nach der Veröffentlichung des Überraschungshits, steht schon Teil 2 ins Haus. Was Fortsetzungen, vor allem die, die überaus schnell nach einem Erfolg hinterhergeschoben werden, anrichten können, ist hinlänglich bekannt. Nicht selten wird dabei sogar das Urwerk attackiert und nachträglich vermiest. Was soll man also von der Fortsetzung eines überaus genial durchdachtem Thriller halten, die bereits ein Jahr nach seinem Vorgänger fertig produziert war? Seit gestern können sich volljährige Deutsche selbst eine Meinung davon bilden.

Auch ich gehöre zu denjenigen, die dem Sequel sehr kritisch gegenüber standen. Mehr Opfer sollte der Film haben, mehr Blut sollte fließen, soviel hatte ich gehört. Doch was war mit der Story und den von Teil 1 gewohnten Wendungen? Mit einem Saw-T-Shirt auf der Brust gewappnet betrat ich also diesen Abend den Kinosaal, wohl vorbereitet darauf, ihn enttäuscht wieder verlassen zu müssen. Weshalb dem nicht so war und ich den Raum doch mit einem Grinsen verließ, möchte ich euch nun schildern.

Der Jigsaw-Killer ist noch immer nicht gefasst, einige Menschen ohne Hinweise vermisst. Nachdem die in einer eisernen Falle grausam zugerichtete Leiche eines Informanten von Detective Matthews gefunden und dieser am Tatort auch noch direkt vom Täter, der allem Anschein nach der Jigsaw-Killer ist, per Text an der Wand angesprochen wird, führen die Ermittlungen erstaunlich schnell zu einem Ziel: Der an Krebs erkrankte Psychopath wird gestellt. Doch als Detective Matthews über einen Monitor mitverfolgen mus, wie sein jugendlicher Sohn Daniel gemeinsam mit einer kleinen Bande Kriminellen gefangen gehalten wird, ist schnell klar, dass die schnelle Erfassung des Killers nur ein weiterer Teil seines perversen Spiels ist…

Wo Teil 1 noch recht bescheiden war und 2 Hauptpersonen, die Opfer des Jigsaw-Killers, in einem kleinen Raum einsperrte und hauptsächlich von Rückblenden lebte, schlägt der Nachfolger deutlich andere Töne an. Schauplatz ist ein großes Haus mit vielen Räumen, die Zahl der Gefangenen hat sich vervielfacht und der Handlungsfaden ist nun komplett chronologisch aufgebaut. Dies nimmt Neueinsteigern der “Serie” zwar einen Teil der Spannung, aber Kennern des ersten Teils wird einiges geboten. Actionreiche Szenen wechseln sich gekonnt mit ruhigen Dialog-Szenen ab, in denen man diesmal vielmehr über den Killer selbst und seine kranken Ansichten erfährt. Gerade weil der Vorgänger diese extremen Handlungswendungen beinhaltete und einem bei erneutem Ansehen des Films viel mehr wichtige Details auffielen, erwischt man sich nun bei dem Versuch, krampfhaft irgendwelche ähnlichen Hinweise zu finden - obwohl der Killer doch schon längst enttarnt ist und verhört wird. Die inhaltreichen und meiner Meinung nach viel intensiveren Dialoge (vor allem zwischen dem Jigsaw-Killer und Detective Matthews) machen einfach ungeheuer Spaß und geben dem Film den Reiz, der einen guten Thriller ausmacht. Die Anspannung und der Wille, endlich hinter noch mehr als das eigentlich Offensichtliche zu kommen, steigern sich den ganzen Film über immer mehr. Parallel dazu werden auch die Figuren hektischer, aggressiver und die Schnitte schneller.

Wie bereits erwähnt sollte das Sequel neben mehr Opfern auch einen gewohnt hohen oder sogar höheren Blutgehalt als der Vorgänger aufweisen. Beides trifft zu. Der Film startet relativ neutral, zeigt aber schon in der ersten halben Stunde, dass es hier nicht zimperlich zur Sache geht. Literweise Blut, viel Gewalt. Für einen Splatterfan erfreulich, doch was wird das, vielleicht schon bei Saw 1 geschockte, Publikum davon halten? Der in meinem Fall prall gefüllte Kinosaal nahm dies alles erstaunlich gelassen hin. Vielleicht ist es heutzutage doch nicht mehr nötig, die Gewalt im Off stattfinden zu lassen oder die Filme fürs Kino komplett zu verstümmeln. Das heutige Publikum wird nach meinem Eindruck jedenfalls nicht von diesen Szenen abgeschreckt. Nein, es scheint sogar von ihnen angezogen zu werden!

Auch die Schauspieler machen ihre Sache erfreulich gut. Zwar ist die aus “Eine himmlische Familie” bekannte Darstellerin Beverley Mitchell etwas deplatziert und ihre Rolle absolut sinnlos (da sie weder etwas besonderes in den Dialogen beiträgt noch eine eigene Falle gestellt bekommt), aber das verzeihe ich dem Film gerne bzw. ich sehe schnell darüber hinweg. An diesem Punkt sollte vielleicht auch noch erwähnt werden, dass die Synchronisierung nicht (wie vom Trailer angekündigt) schrecklich, sondern durchaus erträglich und teilweise sogar bemerkenswert gut ausgefallen ist. Die Wahl der Stimmen kann größtenteils überzeugen, die Beibehaltung der Jigsaw-Stimme aus dem ersten Teil war eine sehr gute Entscheidung.

Fazit: Abschließend ist eigentlich nur zu sagen, dass der Film endlich mal wieder eine gute Fortsetzung ist, die seinen Vorgänger keineswegs nachträglich schlechtmacht. Einige Änderungen im Stil, aber gleichzeitig auch die Beibehaltung vieler positiver Aspekte des ersten Teils und ein fast perfektes Ende machen den Film zum Pflichtprogramm für alle Fans des Genres und ersten Teils. Leute, auf die diese Beschreibung nicht zutrifft, dürfen trotzdem einen Blick riskieren.

Verdiente 9,5/10 Punkten

[EDIT by SINARIUS:

Ich hab den Film jetzt auch gesehen. Der Kritik von Dördi ist nicht viel hinzuzufügen, weswegen ich keine eigene schreiben werde.
Ein Punkt nur: ob Beverly Mitchel nun eine eigene Falle bekommen hätte oder nicht, kann man nicht wirklich sagen, da eine Kassette im Laufe des Films einfach nur achtlos weggeworfen wurde. Fakt ist, man sieht nicht so viele Fallen, wie es Gefangene gibt. Entweder ist das so gewollt, was verwundern würde, oder der Film wurde der Spannung zuliebe gerafft und daher auf einige Fallen verzichtet (was eigentlich schade ist, andererseits auf eine Directors-Cut-DVD hoffen lässt, die der ersten ebenbürtig ist).

Von mir bekommt der Film (nachdem ich keine Kommazahlen einführen will) 10 von 10 Punkten (jaja, ich weiss, ich wollte die Punkteschraube enger ziehen; kann auch nichts dafür, dass da jetzt so ein Reisser rauskommt, der alles in den Schatten stellt. ;-) ).]

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DAS JESUS-VIDEO

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Ein hochwertig produzierter deutscher TV-Zweiteiler von 2002 mit Naike Rivelli (der Tochter von Ornella Muti), Matthias Koeberlin, Hans Diel, Manou Lubowski…
Von Naike Rivelli mal abgesehen (die lange nach Fertigstellung des Filmes erst mit Manou Lubowski zusammenkam und deren Kurzehe absolviert hat) sind die jungen Schauspieler in diesem Film nicht jedem bekannt, der sich nicht auf ARD-Liebesfilme, deutsche Krimis oder Nachmittagsserien spezialisiert hat. Was aber nichts heissen soll, die Schauspieler sind (zumindest diesmal) klasse (da zeigt sich halt, was eine gute Regie vollbringen kann, bzw. was eine schlechte Regie versauen kann), der Film ist sehr spannend inszeniert, keineswegs frei von Klischees, aber auch nicht damit zugepflastert. Beim Thema “Zeitreise” hätte man sich tatsächlich viel Schlimmeres vorstellen können - diesmal ist es aber sogar gelungen, durchweg logisch zu bleiben.
Besonders hervorzuheben ist das sehr starke Ende, ist das doch ein Punkt, an dem viele deutsche Produktionen kranken. Wenn man sich beide Teile am Stück ansieht, hat man 3 Stunden Action vor sich, die einem wie solide 100 Minuten vorkommen, der Film ist tatsächlich kurzweilig und kein bischen verkopft. MEHR DAVON!

8 von 10 Punkten.

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